Ab jetzt parallel importiert: Coop hat die Haarpflege schön billig

BASEL - Weil Verhandlungen mit dem Lieferanten Schwarzkopf Henkel nichts brachten, importiert Coop jetzt Syoss-Produkte parallel. Die Haarpflegeprodukte werden so günstiger.

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Coop setzt auf Preissenkungen bei Pflegeprodukten, um Kunden in der Schweiz zu halten. Jetzt wird Syoss billiger. Keystone

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Dem Detailhändler Coop ist der Geduldsfaden gerissen. Er kündigt an, Syoss Haarpflegeprodukte ab sofort parallel zu importieren.

Offensichtlich versuchte Coop, in Verhandlungen mit dem Lieferanten Schwarzkopf Henkel, die Preise zu reduzieren. Das zeigte aber laut Mitteilung des Detailhändlers keinen Erfolg. «Die Verhandlungen mit dem Lieferanten Schwarzkopf Henkel ergaben für Coop nicht das gewünschte Ergebnis», heisst es in einer Pressemitteilung.

Die durch den Parallelimport tieferen Preise werde man eins zu eins an die Kunden weitergeben.

Konsumenten in der Schweiz halten

Die Pflegeprodukte werden nun 20 Prozent günstiger. Das hat seinen Grund. Für Pflegeprodukte gehen Schweizer nämlich gerne über die Grenze. Das ärgert die hiesigen Detailhändler.

Coop versucht, die Kunden über Preissenkungen in der Schweiz zu halten. Vergangene Woche vergünstigte der Händler bereits Nivea- und Elsève-Artikel erneut. Marketingleiter Philipp Wyss sagt: «Wir setzen alles daran, damit unsere Kunden in der Schweiz zu korrekten und vorteilhaften Preisen einkaufen können.»

Vorgehen im Heftli-Streit erprobt

Falls Lieferanten nicht spurten, wolle der Detailhändler konsequent mit Parallelimporten dagegen vorgehen. Im äussersten Fall nehme Coop Produkte auch aus dem Sortiment.

Dass das nicht leere Worte sind, zeigte Coop im Heftli-Streit. Weil die Verlage ihre Preise für die Schweizer Ausgaben nicht senken wollten, nahm der Detailhändler kurzerhand Heftli wie «Gala», «Spiegel» oder «Mickey Mouse» aus den Regalen.

Das rabiate Vorgehen zeigte Wirkung. Die Heftli waren danach durchschnittlich 15 Prozent billiger wieder in den Läden. 

Publiziert am 15.02.2016 | Aktualisiert am 22.02.2016
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24 Kommentare
  • peter  schneiter 15.02.2016
    Das mit den 15 Prozent Rabatt auf die Heftli ist weiterhin nicht nachvollziebar. Wenn ich der preis in Euro angeschrieben ist und wir in der Schweiz das doppelte bezahlen, stimmt weiterhin etwas nicht. Ein Heftli braucht keine Beratung, man nimmt es geht an die Kasse und fertig. Coop und MIgros sollten mit den Einkaufsläden nicht in Schönheit sterben, das sind enormê Kosten, nicht die Löhne.
  • Stef  Wälti aus Fehri
    15.02.2016
    Ist so, was Coop jetzt macht ist mir völlig Schnuppe! Deutschland ist nicht weit weg, einmal die Woche ists mir Wert raus zu fahren. Selbst wenn man in nächster Zeit versucht, die 19 Prozent Mehrwertsteuer abzusetzen, Deutschland wird IMMER günstiger sein.
  • Konsumentenforum  kf aus Bern
    15.02.2016
    Dieses Beispiel zeigt einmal mehr, dass Konsumenten am günstigsten wegkommen, wenn Handelsschranken aufgehoben werden und der Wettbewerb spielen kann. Merci, Coop, gut gemacht - und jetzt weiter so.
    • Peter  Hofer aus zürich
      15.02.2016
      Ja die Politik ist gefordert und muss dafür sorgen, dass alle die gleichen Wettbewerbsbedinungen haben. Es kann nicht sein, dass Coop und Migros teuer bei der Schweizer Generalvertretung einkaufen müssen, während Aldi&Co die Produkte günstig über ihr deutsches Mutterhaus beziehen können! Coop hat es jetzt einmal geschafft. Es gibt aber keine Garantie, dass sie das ein zweites Mal schaffen. Schwarzkopf wird alles versuchen um das zu verhindern! PS. Ich komme aus der Branche...
  • Peter  Hofer aus zürich
    15.02.2016
    Coop muss einen riesen Aufwand betreiben, um die Produkte im Ausland einzukaufen. Schwarzkopf will nämlich, dass Coop, Migros etc ihre Produkte bei der Schweizer Generalvertretung einkaufen, zu teuren Schweizer Preise. Das machen übrigens alle so, die eine Vertretung in der Schweiz haben. Und das haben die meisten. Der ausländische Lieferant von Coop muss auch aufpassen, dass er von Schwarzkopf nicht abgemahnt wird. Lily und Aldi haben das Problem nicht. Wettbewerbsverzerrung....
  • Vanessa  Meier 15.02.2016
    Listerine kostet im Kaufland Euro 2.45. Und hier CHF 6.20. Ich vergleiche die Preise nicht mehr und kaufe gleich in Deutschland ein. Nivea und Co sind eh mindestens doppelt so teuer in der Schweiz. Interessiert mich nicht mehr was Coop macht. Nur noch Abzocke. Aldi Suisse ist noch fair, die sind nicht Doppelt so teuer wie Aldi Deutschland.
    • Peter  Hofer aus zürich
      15.02.2016
      Leider haben Sie nicht verstanden, wer hier wenn abzockt und bestrafen die falschen. Coop/Migros sind es nicht... Aldi kann ihre Produkte günstig über das deutsche Mutterhaus beziehen. Coop/Migros aber müssen bei der Schweizer Generalvertretung einkaufen....