Turbulent A380 im Sinkflug: Airbus ohne Deal

  • Publiziert: 13.07.2012
play Sorgenkind des Rüstungskonzerns EADS: der Airbus A380 (Archiv) (Keystone)

FARNBOROUGH - Boeing konnte den Konkurrenten deutlich überflügeln. Für den Riesenvogel A380 ging an der wichtigsten Verkaufsmesse in diesem Jahr keine einzige Bestellung ein.

Für Airbus ging die weltbekannte Luftfahrtmesse im englischen Farnborough gestern mit einer Enttäuschung zu Ende. Keine einzige Bestellung für den Riesenvogel A380 ging ein. Trotzdem rechnet Airbus damit, in diesem Jahr 30 Stück des A380 verkaufen zu können. Die Schlagzeilen über die Haarrisse an den Flügeln, sollen ebenfalls nicht im Weg stehen.

Doch auch sonst sieht die Bilanz nach fünf Messetagen für die Europäer ernüchternd aus. Insgesamt gingen bei Airbus 115 Bestellungen ein mit einem Gesamtwert von 16,9 Milliarden Dollar. Bei der letzten grossen Messe in Frankreich waren es rund vier Mal mehr. Gestern sackte deshalb auch der Aktienkurs von Airbus ab.

Ganz anders der Erzkonkurrent Boeing aus den USA: Allein am letzten Messetag wurden vom Typ B737 150 Stück im Gesamtwert von 14,7 Milliarden Dollar bestellt. Insgesamt erhielt Boeing Aufträge für 396 Flugzeuge im Wert von 37 Milliarden Dollar. (map)

Alle Kommentare (6)

  • Markus  Eigenheer
    Airbus A380 im Sinkflug? Wer ausser Lufthansa hat die B747-800 bestellt? Passagierversion ?? A380 sind ca 200 bestellt bzw fliegen schon. B747-800 Passagierversion nur eine bei Lufthansa..Version Cargo = bei Cartgolux schon mehrere..sonst hat niemand die B747 bestellt
    • 13.07.2012
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  • Yves  Ebneter , Winterthur
    Die tollen Typen wie eine 747,737 oder 777 besitzt eben Boeing.
    Da kann Airbus nicht das Wasser reichen. Manchmal ist altbewährte Technik besser als immer etwas neues zu entwerfen. Airbus ist manachmal zu inovativ. Was eben auch nicht immer Erfolg versprechen muss.
    Ein A380 wird dass auch nicht ändern.
  • Meier  Thomas , Rheinfelden
    Schade, dass noch keine US-Fluggesellschaft den A380 bestellt hat. Dann würde es ganz anders aussehen. Man sollte europäischen Fluggesellschaften wie Lufthansa verbieten, bei Boeing zu kaufen.
    • Henri  Burri
      Das ist die Marktwirtschaft, Herr Meier. Sonst müsste man allen Schweizern verbieten, im nahen Ausland einzukaufen. Peugeot entlässt 8000 Personen. Warum? Weil viele Franzosen nicht mehr ihre Wagen kaufen. Marktwirtschaft!!
      • 13.07.2012
      • als Kommentar auf Meier  Thomas , Rheinfelden
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    • Larry  Kaufmann
      Warum wollen Sie privaten Fluggesellschaften befehlen, was für Flugzeuge sie kaufen oder nicht kaufen sollen? Boeing hat seinerzeit den "Superjumbo" Markt analysiert und ist zum Schluss gekommen, dass solche riesen-Flugzeuge für die meisten Strecken in Europa und USA zu gross sind. Siehe Lufthansa-Entscheid für die neue 747-8 für den Nordatlantik-Dienst. Mit der neuen, kleinen 787 hat Boeing bewusst auf dünnvolumige Langstrecken gesetzt Direktflüge zwischen kleineren Städten - mit Erfolg.
      • 13.07.2012
      • als Kommentar auf Meier  Thomas , Rheinfelden
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    • Larry  Kaufmann
      Viele US-Gesellschaften betreiben Airbus-Flugzeuge, vorallem A-320. Aber die A-380 ist für den Amerika-Markt einfach zu gross. Wenn Flugzeuge nicht durchschnittlich ca. 3/4 voll fliegen, rentieren sie nicht. Halbleer verbraucht eine A-380 bestimmt mehr Treibstoff als kleinere Flugzeuge. Als private Gesellschaften können es sich US-Airlines nicht leisten, politische Prestige-Objekte zu kaufen. Concorde lässt grüssen.
      • 13.07.2012
      • als Kommentar auf Meier  Thomas , Rheinfelden
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