8 Prozent mehr Einkaufstourismus im 2015 Schlimmer wirds nimmer

ZÜRICH - Der Frankenschock hat das Grenzshopping noch attraktiver gemacht. Nun sagen Ökonomen der Credit Suisse voraus, dass der Einkaufstourismus auf dem hohen Niveau verharren wird.

Schweizer kaufen im italienischen Supermarkt Belforte in Varese ein. Der Einkaufstourismus machte dem Schweizer Detailhandel 2015 zu schaffen. Dieses Jahr soll sich die Lage aber wieder etwas entspannen. (Archiv) play
Schweizer kaufen im italienischen Supermarkt Belforte in Varese ein. Der Einkaufstourismus machte dem Schweizer Detailhandel 2015 zu schaffen. Dieses Jahr soll sich die Lage aber wieder etwas entspannen. (Archiv) KEYSTONE/TI-PRESS/PABLO GIANINAZZI

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Angefeuert durch den Frankenschock hat der Einkaufstourismus im letzten Jahr nochmals zugelegt. Schweizer gaben im Ausland 8 Prozent mehr aus, als im Vorjahr. Das schreiben Ökonomen der Grossbank Credit Suisse im Retail Outlook 2016, einer jährlich erscheinenden Studie über den Zustand des Schweizer Detailhandels.

«Insgesamt dürfte der Wert der Schweizer Auslandeinkäufe (stationär und online) 2015 annähernd 11 Milliarden Franken betragen haben», heisst es im Bericht. Das ist rund ein Zehntel des Gesamtumsatzes im Schweizer Detailhandel.

Am stärksten habe der Einkaufstourismus in Deutschland zugenommen. Die CS schätzt dort anhand der Mehrwertsteuereinnahmen, dass Schweizer jenseits der Grenze 11 Prozent mehr ausgegeben haben als im Vorjahr.

Für den Schweizer Detailhandel ist das ein Problem. «Die realen Detailhandelsumsätze sanken insgesamt um schätzungsweise 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr», schreibt die CS. Das ist eine deutliche Verschlechterung, wenn man das mit den 1,1 Prozent vergleicht, die der Detailhandel im 2014 gewachsen ist.

Die CS-Ökonomen glauben, dass nun das Ende der Fahnenstange erreicht ist. «Unter Voraussetzung eines Euro-Franken-Wechselkurses von rund 1.10 dürfte sich der Einkaufstourismus 2016 auf dem Vorjahresniveau stabilisieren», schreiben sie. «Die Preisrückgänge dürften 2016 weniger stark ausfallen als 2015.» (alp)

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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Blick.ch in Jestetten Chaos wegen Schweizer Shopper

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111 Kommentare
  • Horst  Schlemmer aus Einsiedeln
    06.01.2016
    Liebe eidgenossen.
    Ihr seid super. Bringt den deutschen das geld durch eure einkäufe und baut ihnen bald noch die zweite röhre, damit sie schneller in italien sind.
    Beides trägt zum langsamen niedergang der CH bei.
    Danke.
  • Michel  Müller aus Zurich
    06.01.2016
    Ich bin beeindruckt, dass der CH-Detailhandel nur um 0,4 Prozent zurückging, trotz hohem Franken ! Gute Leistung der CH-Detailhändler!
  • Sepp  Rimensberger 06.01.2016
    Man sollte diejenige Leute die jetzt alles im Ausland einkaufen erfassen können und wenn es eine Nahrungsmittel Knappheit gäbe auch nichts in der Schweiz verkaufen.
  • marcel  kohli 06.01.2016
    werkzeugeinkauf bohrmaschinen, steinböhrer,etc.. in der schweiz kostete mich der einkauf sage und schreiben 1600.- !! ich ging nochmals einkaufen in D..und siehe da.. fast zum kurs von 1:1 bezahle ich noch ganz mikrige..528.-..!!
    ich brauchte total 2 stunden autofahrt hin und zurück, und ca. 20.- benzin..!!!
    ich weiss genau wo ich immer einkaufen werde.!!!!!
  • Karin  Schwegler 06.01.2016
    So lange der gleiche Artikel bei uns ein mehrfaches teuerer ist, wird dieser Tourismus weitergehen. Die Löhne in der Schweiz sind nicht X mal höher als in Deutschland, also nicht verstänldich wieso Artikel einige male teuerer sind.