75 Prozent weniger Treibstoffverbrauch Coop erfindet sparsame und leise Güterwagen

BASEL - Die Coop-Tochter Railcare hat ein neues Kühlsystem für Bahntransporte entwickelt. 75 Prozent des Treibstoffes für die Lebensmittel-Temperierung kann sie so einsparen.

Coop Innovation bei Güterwagen: 75 Prozent weniger Treibstoffverbrauch play
Coop-Tochter Railcare hat einen sparsamen Güterwagen entwickelt. Zvg

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Coop macht seine Güterwägen umweltfreundlicher. Die Tochtergesellschaft Railcare hat eine Methode entwickelt, um Lebensmitteltransporte sparsamer zu kühlen. 

Und so funktioniert das neue System: Ein Modul an den Radachsen des Güterzugs wandelt die durch Drehung entstehende kinetische Energie in elektrische um und speichert sie in Akkus. Somit wird die Temperatur in den Containern auch bei Stillstand der Bahn reguliert.

Eine Weltneuheit sei das, heisst es in der Medienmitteilung. Erst noch eine wichtige: Denn der Warentransport nimmt ständig zu. Und damit der Energieverbrauch, vor allem jener von Diesel. Sensible Frachtgüter, wie Lebensmittel müssen in den Containern oft gekühlt, gefroren oder beheizt werden.

Die Erfindung ermögliche es, das Frachtgut in Güterwagen ohne Diesel zu temperieren, sagt Leo Ebneter, VR-Präsident von Railcare. Coop könne pro Container 75 Prozent des Treibstoffes einsparen.

Coop will aber nicht nur den CO2 Ausstoss verringern. «Die Stromgewinnung über nachhaltige Dynamos ist hörbar leiser als herkömmliche Diesel-Motoren», sagt Railcare-Chef Philipp Wegmüller. Auch die Lärmemission werde reduziert. (bsh)

Publiziert am 28.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
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8 Kommentare
  • Noldi  Schwarz 28.10.2016
    Ja, und was kosten die Herstellung der Batterien, die Wartung und das Recycling? Zudem sind auch auf der Railcare Webseite keine Informationen zu finden, wieviele Waggons umgerüstet sind und wie gross dieser Anteil an den gesamt eingesetzten Waggons ist. Wer das nicht publiziert hat wohl etwas zu verschweigen.
  • Jürg  Schwaller aus Buttisholz
    28.10.2016
    Guter PR-Gag, aber die Rechnung geht nicht auf; die Energie-verluste sind grösser als der -gewinn. Physikalische Grundgesetze lasse sich nicht überlisten !
    • Daniel  Berger 28.10.2016
      Es geht ja auch nicht darum Energie zu sparen, sonder die CO2 Bilanz zu verbessern, indem die Kühlung neu elektrisch betrieben wird.
  • Rolf  Merz 28.10.2016
    Diese Rechnung geht nie auf. Es gibt viele Gründe die dagegen sprechen.
    Ich denke reines schönreden und viel Propaganda.
  • Peter  Leo 28.10.2016
    Die Dynamos müssen ja auch irgendwie angetrieben werden. Also erhöht sich die Arbeit für die Zugmaschine. Wie wärs mit einer durchgehenden elektrischen Leitung für den Strom? So muss nicht für jeden Wagen einzeln ein Dynamo eingebaut werden. Es bleibt nur der Akku und die Regelsoftware. Wäre wohl billiger und braucht weniger graue Energie.
  • E.  Lipp 28.10.2016
    Eine gute,wirtschaftliche und Umweltschonende verbesserung der Kühltransporte.Aldi und Lidl fahren lieber 1000 mal pro Tag nach D und zurück.Ist günstiger als zukunftsorientierte Investitionen zu machen.Aber die geiz-käufer interessiert die Umwelt sowiso nicht,man fährt sogar noch kilometerweise nach D.