NEW YORK – Sie haben die Finanzwelt in die Krise gestürzt. Doch während die Regierungen das Volksvermögen investieren, um die Banken zu retten, sackten ihre Angestellten insgesamt 70 Mrd. an Bonus-Zahlungen ein.
Allein die Mitarbeiter der sechs grössten Wallstreet-Banken sackten für die bisherige Arbeit in diesem Jahr über 70 Mrd. Dollar ein – vor allem als Boni, wie die britische Zeitung «The Guardian» berichtete. Für was bloss wird den Finanz-Chaoten noch Geld nachgeworfen?Sicher nicht für ihre Arbeits-Leistung: An der Wall Street stehen die Zahlungen in keinem Verhältnis zum Wertverlust, den die Aktien der
Banken seit Jahresbeginn verzeichnen mussten.So viel setzten sie in den SandDie Papiere der
Citigroup und von Goldman Sachs fielen um über 45 Prozent.Die Titel von Merrill Lynch und Morgan Stanley gingen sogar um über 60 Prozent in den Keller.So viel sackten sie dennoch einDem stehen die bisherigen Gesamtbezüge gegenüber: Morgan-Stanley-Mitarbeiter kassierten 2008 fast 10,7 Mrd. Dollar. Mehr als ihr
Unternehmen zwischenzeitlich an der Börse wert war!Citigroup-Mitarbeitern schaufelten inklusive Boni in diesem Jahr 25,9 Mrd. Dollar auf ihre privaten Konten. Etwa so viel, wie die
Regierung ihrer Bank als Rettungsspritze aufgeworfen hat.Goldman-Sachs-Banker sackten den Recherchen von «The Guardian» zufolge bislang 11,4 Mrd. Dollar. Bei Morgan Stanley lag die Summe bei 10,7 Mrd. Dollar, bei JP Morgan waren es 6,5 Mrd. Dollar und bei Merrill Lynch 11,7 Mrd. Dollar. (SDA/bih)