5-Rappen-Säckli bei Migros und Coop Erst bei 9 Kilo ist Schluss

ZÜRICH - Sowohl Coop als auch Migros versprechen, ihre neuen Säckli hielten bis zu sieben Kilo aus. Der BLICK-Test zeigt: Das ist zu tief gestapelt.

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Diesen Ärger kennt jeder, der regelmässig posten geht: Die weissen Raschelsäckli reissen, wenn man ein paar Kilo nach Hause schleppt. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft einen Papiersack für 30 Rappen.

Seit gestern sind die Raschelsäckli nicht mehr überall gratis. Coop verlangt in zehn Zürcher Filialen fünf Rappen dafür. Im Frühling müssen die Kunden in allen 850 Läden für die Säckli zahlen. «Wir wollen so die Zahl der abgegebenen Plastikeinwegsäcke in den Coop-Supermärkten um 80 Prozent reduzieren», sagt Coop-Sprecher Urs Meier zu BLICK. Die Migros verlangt ab nächstem Dienstag auch einen Fünfer, und zwar schweizweit in allen 600 Filialen.

Bei beiden Grossverteilern sind die Säckli dicker und grösser als vorher und bestehen zu 100 Prozent aus wiederverwertetem Plastik.

Migros und Coop versprechen: Je nach Packweise können die Kunden zwischen vier und sieben Kilo darin herumtragen, ohne dass die Säckli reissen.

5-Rappen Plastiksäckli von Migros & Coop im Test: Halten 9 Kilo aus play
Bis oben gefüllt: BLICK-Wirtschaftsredaktor Konrad Staehelin testet, was die neuen Fünf-Rappen-Säckli aushalten. Blick

Doch halten die Fünf-Rappen-Säckli auch, was sie versprechen? BLICK hat den Test gemacht. Die Versuchsanlage: Reis, Spaghetti, Mehl und andere Produkte des täg­lichen Bedarfs, die zusammen gut zehn Kilo wiegen, werden in die Säckli gepackt. Doppelt eingekauft, je einmal im Coop und in der Migros.

Der Härtetest zeigt: Die ersten fünf Kilo meistern die Säckli locker, danach dehnt sich der Plastik immer bedrohlicher aus. Die Angst steigt: Wann donnert der ganze Inhalt auf den Boden? Gar nicht! Am Schluss sind knapp neun Kilo im Sack. Das sind fast zwei Kilo mehr als versprochen.

Sowohl das Coop- als auch das Migros-Produkt haben den Test mit Bravour bestanden. Die neuen Säckli sind die fünf Rappen wert.

Publiziert am 25.10.2016 | Aktualisiert am 25.10.2016
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24 Kommentare
  • Gian  Zender , via Facebook 25.10.2016
    Lieber 5 Rp. für ein Säckli mit einer vernünftigen Grösse berappen als Gratissäckli, wo gerade mal ein Brot drin Platz hat. Finde das Ganze also positiv, und die wahrscheinlich Rp. 50, die ich deswegen pro Jahr ausgebe, verkrafte ich noch knapp.
  • Zara  Wyss 25.10.2016
    wenn ich (Frau) beim Migros 2Päckli Einlagen /Binden kaufe - dann sind die Säckli immer gleich gerissen! Die sind aber weniger wie ein halbes Kilo ... und dafür soll ich noch zahlen?
  • Burkhard  Vetsch 25.10.2016
    Ich frage mich, was das mit den Plastiksäckli soll.
    Man könnte das meiste in Biologisch abbaubarem Material verpacken.
    Wenn das Weltweit gemacht würde, währe schon viel erreicht.
    Es würde nicht mehr kosten, aber der Nutzen währe sehr gross.
    Öl-Lobby lässt grüssen.
  • christiane  michel 25.10.2016
    Ich kann kein Plastik mehr sehen....Herr Küster, Sie haben vollkommen recht. Alles Augenwischerei.
  • Jürgen  Baumann 25.10.2016
    Also die Dummheit hat jetzt seine Grenzen erreicht. Diese Raschelsäckli gehören einfach verboten. Ich bin kein Grüner oder ein Greenpeace-Hippy. Einfach nicht mehr anbieten - der Konsument ist genug schlau, sich selbst eine Alternative auszugucken. Für mich sollten alle Unternehmen bestraft werden, die noch immer solche Plastik-Säckli anbieten.