5,3 Milliarden Franken CS zahlt Rekordbusse – und es lässt alle kalt

ZÜRICH/WASHINGTON - Die Grossbank muss in den USA 5,3 Milliarden Franken zahlen. Die Aktionäre atmen auf. Sie hatten mit einer noch höheren Busse gerechnet.

Kein Grund, Trübsal zu blasen: CS-CEO Tidjane Thiam (l.) und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner. play

Kein Grund, Trübsal zu blasen: CS-CEO Tidjane Thiam (l.) und Verwaltungsratspräsident Urs Rohner.

Keystone

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Schöne Bescherung für die ohnehin gebeutelten Credit-Suisse-Aktionäre: Das US-Justizdepartement hat die Schweizer Grossbank zu einer Busse von 2,5 Milliarden Dollar verdonnert. 

Die CS soll amerikanische Kunden mit windigen, an den US-Hypothekenmarkt gekoppelten Finanzprodukten hinters Licht geführt haben. Nach Ausbruch der Finanzkrise stellten sich diese als wertloser Schrott heraus. Zusätzlich zur Busse muss die CS amerikanische Kunden mit 2,8 Milliarden Dollar entschädigen. 

Die total 5,3 Milliarden Franken sind der höchste Betrag, den eine Schweizer Bank jemals bezahlen musste. Der bisherige Rekord lag bei 2,8 Milliarden und stammte ebenfalls von der CS. 

Vor kurzem führten solche Zahlungen noch zu Aktionärsprotesten und Rücktrittsforderungen an die Topmanager. Inzwischen hat sich die Öffentlichkeit daran gewöhnt.

Selbst die Börse reagiert lethargisch: Die Aktionäre hatten mit einer noch höheren Busse gerechnet. Deshalb legte der CS-Kurs zuerst sogar leicht zu. Die Bank dürfte keine weitere Kapitalspritze von den Aktionären brauchen. Allerdings wird sie das Geschäftsjahr mit einem happigen Verlust abschliessen.   

Noch schlimmer erwischte es die Deutsche Bank. Sie muss in den USA wegen ähnlicher Vergehen total 7,2 Milliarden Dollar abliefern. Auch die UBS dürften die Amerikaner noch zur Kasse bitten. Sie hat wegen des Hypothekenstreits bereits 1,4 Milliarden Franken zurückgestellt.  

Besser aus der Affäre zieht sich die Raiffeisenbank: Sie konnte beweisen, dass sie keine Schwarzgelder von US-Kunden betreute. Als eine der wenigen Banken der Schweiz kommt sie deshalb ohne Busse davon. 

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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27 Kommentare
  • Urs  Hagen 24.12.2016
    Es geht um Geldverschiebungen von Europa nach Amerika und sonst nichts. So sind die Zahlungen als Bussen deklariert und können weiter als Unterstützung für die Kriege verwendet werden. Geräuschlose Finanzierung hies dies vor dem 2.Weltkrieg es ging nur darum, dass das Volk davon nichts merkt.
  • Joe  Giger aus Kaltbrunn
    24.12.2016
    Und wenn dann eine der Grossbanken in Schieflage geratet,
    dann darf der Steuerzahler den Kopf hinhalten.
    Genauso stelle ich mir Gerechtigkeit vor.
    Ich kenne 3 grosse Gangster; den Staat (die legale Mafia),
    die Banken und die Versicherungen.
    Jetzt hätte ich fast noch was vergessen,
    die Pharma-Industrie gehört auch noch zu diesem Klub.
    Wünsche trotzdem Allen einen schönen Tag.
    • Fritz  Frigorr 24.12.2016
      Und genau diese Verbrecher werden besonders in der Schweiz von Regierung und Politik (hier natürlich von den Rechten) unterstützt und geschützt.
  • Christian  Duerig , via Facebook 24.12.2016
    Es ist erschreckend !
    Die Mitarbeiter meinen: "Lügen geht gar nicht !". Die Mitarbeiter findet man via Google/Bilder auf den Golfplätzen der Schweiz. Sie sind die erfolgreichen Absolventen der Gehirnwäsche CS. Sie tragen Masken und ihr Motto ist: Mehr Schein als Sein !
    Sie sind sehr höflich, nett, gepflegt aber eiskalt !!!
  • Marcel  Peyer aus Zürich
    24.12.2016
    Die Amerikaner wissen, wie leicht Schweizer Banken zu melken sind. Nachdem man ihnen zuerst das Bankgeheimnis genommen hat, dann die davon profitierenden Kunden, nun noch viel Geld. Das lohnt sich grossartig, zumal es bestimmt noch weitere Gründe für hohe Bussen gibt...
  • Thomas  Degen 24.12.2016
    In der Schweiz wird ein DJ wegen Versicherungsbetrug zu sechs Jahren Knast verurteilt. Banken betrügen Kunden um zig Milliarden, stecken sich Millarden an Boni in die Tasche, lächeln und machen im gleichen Stil weiter. Betrug ist Bestandteil des Geschäftsmodells einer Bank. Der Banker ist nie haftbar, da im Kleinstgedruckten sämtliche Risiken auf den Kunden überwälzt werden. Solange keiner dieser Verbrecher vor Gericht kommt, wird sich nie was ändern.