40 Prozent mehr Übergepäck-Gebühren Swiss sahnt mit schweren Koffern ab

ZÜRICH - Viele Kunden fliegen bei der Swiss seit dem neuen Tarif-System nur noch mit Handgepäck. Das ist nicht selten zu schwer: Die Fluggesellschaft hat 40 Prozent mehr Übergepäck-Gebühren einkassiert.

Die Aufgabe von Gepäckstücken kann im neuen Tarifsystem der Swiss eine teure Angelegenheit sein. play
Übergepäck: Wie der Billigflug zum teuren Swiss-Trip wird Keystone/Symbolbild

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Kein Aufgabegepäck, dafür günstigere Flugbillette: Seit Juni bietet die Swiss den Billig-Tarif «Economy Light» an. Auf Europe-Flügen kann man so viel Geld sparen – wenn man sich an die Vorgaben hält.

Während man bei der Billigfluglinie Easyjet einen Trekking-Rucksack noch mit an Bord nehmen kann, darf bei der Swiss das Handgepäck die Masse von 55 x 40 x 23 Zentimetern nicht überschreiten. Das Höchstgewicht liegt bei acht Kilogramm.

Die Swiss schreibt auf ihrer Homepage, diese Regelungen würden «beim Einsteigen konsequent durchgesetzt». Sei das Gepäck zu gross oder zu schwer, werde es am Gate «abgenommen und kostenpflichtig als Check-in Gepäck transportiert».

Zu schwere Koffer erleichtern das Portemonnaie: Buchen Economy-Light-Passagiere online ein zusätzliches Gepäckstück, kostet dies noch 19 Franken. Am Flughafen sind es schon 35 Franken. Fällt erst am Gate auf, dass das Handgepäck zu gross oder zu schwer ist, werden sogar 55 Franken aufgeschlagen.

Hochgerechnet aufs ganze Jahr dürfte dies für die Swiss mehrere hunderttausend Franken zusätzlicher Einnahmen ausmachen, schätzt «Schweiz am Sonntag».

Sie beruft sich auf das aktuelle Mitarbeitermagazin der Swiss. Dort heisst es, «am Hub Zürich werden im Durchschnitt drei bis vier Koffer pro Flug beim Gate eingesammelt, weil sie zu schwer oder zu gross sind.» Insgesamt habe man in Zürich 40 Prozent mehr an Übergewichtsgebühren einkassiert als vor der Lancierung des neuen Tarifsystems im Juni.

Den zusätzlichen Einnahmen stünden allerdings auch neue Ausgaben gegenüber, so die «Schweiz am Sonntag». So verlangsame das nachträgliche Verfrachten des zu schweren Handgepäcks beim Gate  den Boardingprozess. Dies wiederum könne zu kostspieligen Verspätungen führen.

Publiziert am 14.02.2016 | Aktualisiert am 12.05.2016
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23 Kommentare
  • Hermann  Dornauer aus Bishkek
    15.02.2016
    Bem Kranich mit dem Schweizerkreuze sind die Preise als gäbs kein Morgen nur das Heute. Nicht Heut nicht Morgen, irgendwann, folgt dann der Firma Abgesang.
  • michel  koeb 15.02.2016
    Genauso machen es auch die Banken mit immer wieder neue Taxen und Gebühren !
  • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
    15.02.2016
    Es ist wie im Strassenverkehr, wer sich an die Regeln hält hat nichts zu befürchten.
    Die "Schlaumeier", die glauben für sie gelten andere Regeln als für den Rest der Welt, die müssen jetzt halt bluten. So what...?
  • Sepp  Rimensberger 14.02.2016
    Das ist die Lufthansa, Swiss ist ja nur noch der Name. Swiss muss doch die Muttergesellschaft über Wasser halten.
  • Jacky  Marder 14.02.2016
    Mir scheint: Endlich eine Airline mit klaren Vorgaben. Wahrscheinlich die einzige Airline, die das Handgepäck kontrolliert und das ist auch richtig so.
    • Toni  Brunner aus Dasmarinas/Cavite/Philippines
      15.02.2016
      Falsch!
      Ich war gestern am Inland-Terminal 3 des NAIA-Airport Manila. Nach dem Check-In & vor dem Eingang zum Secuitycheck wurde das Handgepäck aller Passagiere strikte kontrolliert und gewogen.
      Filipinos waren zuvor Weltmeister im Mitschleppen von enormen Handgepäckmengen. Das ist nun vorbei.