30 Prozent müssen weg! Spar-Befehl von Post-Chefin Ruoff

Die Post will die Kosten der Finanz-, Kommunikations- und Personalabteilung massiv herunterfahren.

Susanne Ruoff, CEO Schweizer Post, muss die Kosten im Office-Bereich runterfahren. play
Susanne Ruoff, CEO Schweizer Post, muss die Kosten im Office-Bereich runterfahren. LUKAS LEHMANN

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Jetzt ist es raus: 30 Prozent der Kosten will die Post bei ihren Büroangestellten sparen. Ende Oktober berichtete SonntagsBlick, dass nach den Poststellen auch in den Abteilungen Finanzen, Kommunikation und Personal der Rotstift angesetzt werden soll. Damals wollte der gelbe Riese aber noch nicht sagen, in welchem Umfang.

Nun ist klar: Post Chefin Susanne Ruoff (58) will die Ausgaben massiv senken. In einem internen Schreiben, das SonntagsBlick vorliegt, heisst es: «Wir gehen von einer Reduktion der Sach- und Personalkosten in der Höhe von 30 Prozent aus» (siehe Bildausriss unten). Unterzeichnet hat das Papier unter anderem Yves-André Jeandupeux, Personalchef und Geschäftsleitungsmitglied bei der Post.

Post-Sprecher redet Abbau klein

In den betroffenen Abteilungen arbeiten laut Post zwischen 1400 und 1500 Personen. Stehen also 500 Jobs auf der Kippe? Post Sprecher Oliver Flüeler beschwichtigt mit einem verklausulierten Statement: «Als Einsparungsambition bis ins Jahr 2020 gehen die Funktionsleiter als Richtwert aktuell von der von Ihnen genannten 30 Prozent Reduktion der Sach- und Personalkosten aus.»

Das heisse aber keinesfalls, das jede dritte Stelle abgebaut werde. «In der Kommunikation sind die Sachkosten klar höher als die Personalkosten.» Möglich sei zum Beispiel, dass man zum Geldsparen interne Heftli nicht mehr drucke. Doch Flüeler räumt ein: «In den nächsten Jahren ist mit Stellenabbau zu rechnen.» Um wie viele Jobs es gehe, könne man noch nicht sagen.

Gewerkschaften befürchten «massiven» Abbau

Die kommunikative Salamitaktik kommt bei den Gewerkschaften schlecht an. «Wir können uns nicht vorstellen, wie 30 Prozent der Kosten eingespart werden sollen, ohne dass es zu einem massiven Stellenabbau kommt», sagt Christian Capacoel, Sprecher der Syndicom.

«Das ist der dritte grosse Abbau nach den Poststellen und der PostFinance», wettert er. Immer heisse es, die Angestellten könnten umplatziert werden. «Aber wohin will man sie platzieren, wenn überall abgebaut wird?» Capacoel fordert die Post auf, ihren Angestellten und der Öffentlichkeit endlich reinen Wein einzuschenken.

SonntagsBlick weiss: Die Stimmung beim Personal ist im Keller. Ein Insider sagt: «Die jungen Talentierten schauen bereits nach neuen Stellen und die Alten ellbögeln verzweifelt um ihr Revier.»

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 18.12.2016
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71 Kommentare
  • roland  rohrbach aus Binningen
    18.12.2016
    Ich Frage mich schon lange wo sollen diese Jobs sein ? Es werden immer mehr abgebaut aber die Menschen werden immer mehr! Dazu kommen noch die PFZ und die Migranten, wie soll das gehen?
  • Karl   Rüegg aus Obermeilen
    18.12.2016
    Hätte nicht geglaubt, dass die "Chefin" ! auf 30 Prozent Lohn verzichtet. Ist ja so noch überzahlt ! Wenn dann noch bei den übrigen "Chef-Etagen" abgestrichen wird, können den unter dem Hund bezahlten Angestellten auch anständige Löhne bezahlt werden und es hat noch Geld übrig. Räumt mal die "Korrupten Läden" in der Schweiz !
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    18.12.2016
    Als die Firma noch PTT hiess, wurde nicht so aufgeblasen ! Aber alle Chefetagen sind ja dauernd am Reorganisieren ihre Sünden der letzten Jahrzehnten.....
  • Urs  Hagen 18.12.2016
    Man muss die 2 obersten Ränge in der Hirarchie räumen. Meistens geschieht operativ nichts aber man spart pro Person etwa 5 Löhne der unteren Ränge.
  • Peter  Fischer 18.12.2016
    Madam hat letzte Jahr die Gratifikation von 400 Miarbeitern auf Ihr Konto überweisen lassen, was kann man da anderes erwarten?