1200 Mitarbeiter betroffen Post schliesst 600 Filialen

BERN - Die Post will bis zum Jahr 2020 schweizweit nur noch 800 bis 900 Poststellen betreiben - statt 1400 wie heute.

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Grosser Umbau bei der Schweizerischen Post: Derzeit betreibt sie landesweit noch 1400 Poststellen – vor 15 Jahren waren es 3600. Bis im Jahr 2020 sollen es nur noch 800 bis 900 sein. Die Post verkauft die Reduktion allerdings als Ausbau: Die Zugangsmöglichkeiten sollen von heute 3700 auf 4000 erweitert werden, heisst es in der Medienmitteilung. «Die Pöstler sind im Herzen der Schweizer Bevölkerung. Sie machen natürlich diesen Wandel mit», sagt Post-Chefin Susanne Ruoff an der Medienkonferenz.

Post: Umbau beim Poststellennetz: Schliessung von bis zu 600 Filialen play

Am Postschalter sinken die Umsätze: Post-CEO Susanne Ruoff kämpft mit der Digitalsierung der Gesellschaft.

Rund 1200 Mitarbeiter sind von den Veränderungen betroffen. Kündigungen soll es aber keine geben. «Es ist das erklärte Ziel, Entlassungen auch weiterhin zu vermeiden», schreibt die Post.

Der Trend zur Digitalisierung schlägt sich laut Post sehr stark in der Entwicklung der Geschäfte am Postschalter nieder. Während viele Kunden den Gang zur Poststelle nach wie vor schätzen, sind die Umsätze am Schalter insgesamt sehr stark zurückgegangen. Bei den Briefen seit dem Jahr 2000 um 63 Prozent, bei den Paketen um 42 Prozent und beim Zahlungsverkehr um 37 Prozent. Dieser Trend setzt sich fort.

Der gelbe Riese hat das heutige Communiqué unter dem schönfärberischen Titel «Die Post entwickelt das Netz der Zukunft» verschickt.

Post: Umbau beim Poststellennetz: Schliessung von bis zu 600 Filialen play

800 bis 900 statt 1400: Die Zahl «traditioneller Poststellen» wird massiv reduziert.

Post.ch

Ruoff will ersatzlose Schliessungen von Poststellen vermeiden. Man wolle in jedem Fall alternative Lösungen zur Verfügung stellen. «Wir werden die Bevölkerung dort, wo Veränderung stattfindet, mit einbeziehen», sagt sie an der Medienkonferenz.

Doch wie sieht die Zukunft der Post aus – neben weniger Filialen und mehr Agenturen sowie My Post-24-Automaten? Die Post tüftelt an neuen Modellen, wie ein internes Dokument zeigt, das BLICK vorliegt. Mit dem Projekt «Marie» etwa will die Post neue Zugänge in Privaträumen testen. So könnten etwa Rentner zuhause ein Basisangebot an Postleistungen anbieten. Das ermögliche einen sozialen Austausch und zeige, dass die Post mit der Bevölkerung zusammenarbeiten wolle, heisst es in dem Dokument. An der Medienkonferenz wiegelt die Post aber ab. Es handle sich nur um eine Projektidee.

Ein konkretes Projekt gibt es hingegen bei den Briefkästen: Sie sollen neu zu einem Zugangspunkt werden. Laut Thomas Baur, Leiter Poststellen und Verkauf, wird es künftig einen sogenannten Smart-Button für den Briefkasten geben. So können man im Briefkasten einen Brief oder im Milchkästli ein Paket hinterlegen, und dann via Smart-Button einen Pöstler bestellen. 2017 soll die Pilotphase starten.

 

+++Update folgt...+++

Publiziert am 26.10.2016 | Aktualisiert am 26.10.2016
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120 Kommentare
  • Pierre  Koella 27.10.2016
    Schmeisst die neue Püostchefin Rupff aus dem Laden, dann alle die vielen diversen Waren - die NICHTS mit der Post zu tun haben - aus den Poststellen entfernen. Und dann wieder arbeiten wie vor 30 Jahren, korrekt und preiswert !
  • Martin  Matin 26.10.2016
    Im Kanton Bern gibt es grosse Ortschaften wie Münsingen oder Belp, wenig bis keine Parkplätze. Die Post macht Mittagspause 12-14 Uhr und da wundert man sich das weniger Leute die Post besuchen . Man gibt die Schul den Kunden. Das Management und Frau Ruoff gehören angeprangert. Frau Ruoff soll zu Ihren Fehler stehen und sofort zurücktreten. In Ostermundigen will die Post ja auch 200 Stellen streichen. Das personal kann in Härkingen Solothurn arbeiten oder gehen. Besser Frau Ruoff geht.
  • Walter  Krebs 26.10.2016
    Das haben wir vor allem dem vermeintlichen Segen Digitalisierung zu verdanken. Nicht nur bei uns, sondern auch weltweit schaffen wir uns so die Arbeitsplätze selber ab. Immer wieder die gleichen primitiven Ausreden auch von Post-Chefin Susanne Ruoff. Es wird keine Kündigungen geben. Es gibt Pensionierungen und Umlagerungen. Umlagerung von was auf was, bitte schön? Vermutlich von nichts auf gar-nichts! Traurig, traurig, traurig!
    W. Krebs, Bern
  • Fredi  Hitz 26.10.2016
    Gut so! Nun kommt die Quittung für die schlauen Postmitarbeiter welche die Service publique Initiative bekämpft haben. Alles Gute bei der Stellensuche.
  • seb  cicero 26.10.2016
    Bei Paketen nimmt es trotz Internet -Shopping ab? Kaum zu glauben, hört man doch überall anderes....
    • Peter  Stalder aus Winterthur
      26.10.2016
      Die Rede ist vom Umsatz, nicht der Anzahl Pakete. Mengenmässig nehmen die Pakete aus dem Ausland stark zu. Aber während die Post für ein kleines B-Post Päckli von Zürich nach Winterthur Fr. 7.- kassiert, bekommt sie für ein Päckli aus China 25 Rappen! Kein Witz, wirklich wahr. Irgend ein Abkommen machts möglich. Und da die China Online Shops gratis versenden lassen sich Herr und Frau Schweizer täglich durchschnittlich 20000 Päckli aus China nach Hause senden.