12'200 Franken pro Jahr SBB und BMW bringen Luxus-Öko-Abo

BERN - Die SBB lancieren heute das «Green-Class»-Abo: Nebst Zug dürfen Kunden bald auch Auto fahren. Das Pilotprojekt hat allerdings seinen Preis.

SBB suchen «Mobilitätspioniere»

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 BLICK in die neuen Google-Büros am Zürcher HB Ein WC für Frau, Mann und...
2 Hoher Besuch in Bern Bundesräte im Style-Check
3 Schweiz wieder Nr. 1 im Talente-Ranking Die klügsten Köpfe wollen zu...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
3 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

Ein Generalabonnement 1. Klasse, ein BMW-i3-Elektroauto, PubliBike, Mobility, P+Rail und mehr: Für ein Jahr bekommen Testkunden von «SBB Green Class» zu einem Fixpreis ein «umfassendes, flexibles und umweltfreundliches Angebot», wie es die SBB heute in einer Mitteilung schreiben.

100 Testkunden kommen zum Zug. Wer mitmachen will, muss sich bis zum 16. November bewerben. Das Projekt startet am 1. Januar 2017 und dauert ein Jahr. Die SBB sprechen von einem «weltweit einmaligen Mobilitätsangebot». Und: «Mit SBB Green Class können die Pilotkunden nachhaltige Mobilitätsoptionen individuell nach ihren Bedürfnissen kombinieren – dies auf der ganzen Reisekette.»

Während des Pilotprojekts zeichnen die Kunden detailliert ihr Mobilitätsverhalten auf einer App auf. Dieses umfasst tägliche Bewegungsprofile, Aufenthaltsorte und die Nutzungsdaten der jeweiligen Verkehrsträger. Nach Ende des Tests werden die Daten von der ETH Zürich ausgewertet. Die SBB erhoffen sich davon Erkenntnisse für die Gestaltung der Tür-zu-Tür-Mobilität.

Teilnehmer müssen tief in die Taschen greifen: 12'200 Franken verlangen die SBB. Dafür wird aber gleich eine WallBox zum Aufladen des E-Autos daheim installiert. Auch im Preis eingerechnet ist bereits die Vollkasko-Versicherung und ein TCS-Fahrsicherheitstraining. Zum Vergleich: Ein GA erster Klasse kostet 5970 Franken pro Jahr. Der BMW i3 kostet in der Basis-Variante 36'900 Franken.

Das Projekt läuft nur ein Jahr. Wer nach Ablauf den BMW behalten will, dem macht das Unternehmen eine Offerte.

«SBB Green Class»-Abo: SBB und BMW testen Luxus-Mobilität play
Edle Elektrokarre: SBB-Passagiere haben Zugriff auf einen BMW i3. SBB
Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 28.10.2016
teilen
teilen
3 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

TOP-VIDEOS

23 Kommentare
  • steff  walther 28.10.2016
    Mal eben die Webseite der SBB durchgeblättert, weiss ich trotzdem nicht was ci nun für den Betrag kann uns was nicht. Welche Nebenkosten ich mit dem Preis noch zusätzlich bezahlen muss - wie bsp. der Parkplatz zuHause usw.
    Für mich ein teures Lockvogelprogramm - durch und durch. Mein Tazzari kostet max 7500 pro Jahr inkl. allem, und bin mehr als zufrieden.
  • Hans Jakob  Rölli , via Facebook 27.10.2016
    Der Preis ist soweit in Ordnung.
    Diese Ausgaben werden ja in den meisten Fällen via "Reise-Spesen" dem Arbeitgeber oder der Staatsrechnung belastet.
    • Daniel  Gerber aus Zürich
      27.10.2016
      Und vorsteuerlich abgezogen. Somit bleibt das private Vermögen von der Steuerrechnung verschont. Clever, erst schafft man den Pendlerabzug für die Mittelschicht ab, dann lässt man die Reichen so richtig profitieren.
  • Christoph  Kramer 27.10.2016
    Ob 12200 Franken zu teuer oder zu billig sind, hängt von der individuellen Jahreskilometerleistung des Kunden ab: 20000 km/Jahr pendeln mit einem Kleinwagen ist bereits bedeutend teurer. Ferner muss sich der Green-Class-Kunde nicht um Fahrzeugunterhalt und Reparaturen kümmern. Bei Licht betrachtet ist das Angebot der SBB keinesfalls nur für finanziell Privilegierte interessant, sondern für alle, welche viel unterwegs sind, während der Reisezeit produktiv arbeiten möchten und rechnen können!
    • Thomas  Stäubli , via Facebook 27.10.2016
      Nein. Wenn man einen Kleinwagen über seine volle Lebensdauer von ca. 200000km 10 Jahre lang fährt, so kostet er gut 30 Rappen pro gefahrenem km, also so 6500 bis 7000 im Jahr. Noch billiger wird es, wenn man die ersten 10000 km einen anderen fahren lässt und ihn dann als Gebrauchtwagen kauft. Und v.a. ist man dann nicht auf Fahrpläne und Verfügbarkeit von Mietautos angewiesen.
  • Christoph  Kramer 27.10.2016
    Ob 12200 Franken zu teuer oder zu billig sind, hängt von der individuellen Jahreskilometerleistung des Kunden ab: 20000 km/Jahr pendeln mit einem Kleinwagen ist bereits bedeutend teurer. Ferner muss sich der Green-Class-Kunde nicht um Fahrzeugunterhalt und Reparaturen kümmern. Bei Licht betrachtet ist das Angebot der SBB keinesfalls nur für finanziell Privilegierte interessant, sondern für alle, welche viel unterwegs sind, während der Reisezeit produktiv arbeiten möchten und rechnen können!
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    27.10.2016
    Erst im letzten Satz erfahren wir, woher der Wind weht: Das ganze ist eine grossangelegte Werbeaktion für ein Elektroauto, das keiner kennt, keiner je gesehen hat. Offensichtlich ist das Auto unbrauchbar für längere Strecken, darum muss man mit der Bahn fahren können. Doch die Zeitung ist treuherzig und bringt die Schleichwerbung.