Winterthur jagt den mysteriösen Handschuh-Saboteur Anschläge auf Stadtbus-Tanks!

WINTERTHUR - Stadtbus Winterthur ist Opfer eines dreisten Sabotageakts geworden: Ein Unbekannter hat wiederholt Handschuhe in den Dieseltank der Fahrzeuge geworfen. Die Geschäftsleitung hat intern eine Belohnung für Hinweise auf den Täter ausgeschrieben.

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Ein Winterthurer Stadtbus der Linie 5. ZVG

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Busausfälle, technische Probleme, ein angeknackstes Image sowie ein Sachschaden von mindestens 25'000 Franken: Das sind die Konsequenzen von mehreren Sabotageakten gegen Stadtbus Winterthur. Im Verlauf der letzten zwei Monate hat ein unbekannter Täter bei drei Bussen Wegwerfhandschuhe in die Tanks geworfen.

Dies geht aus einer internen Mitteilung hervor, die BLICK vorliegt. Ein Mitarbeiter sagt: «Das Arbeitsklima ist momentan sehr angespannt.»

Die interne Mitteilung. play
Die interne Mitteilung.

 

Reto Abderhalden, Leitung Unternehmenskommunikation bei Stadtbus Winterthur, bestätigt den Vorfall. «Die Sabotage wurde leider noch nicht aufgeklärt, wir warten auf die Ergebnisse der Untersuchung.» Die Stadtpolizei Winterthur führt momentan kriminaltechnische Untersuchungen durch. Die Geschäftsleitung hatte eine Anzeige gegen unbekannt eingereicht.

«Der Personenkreis einer möglichen Täterschaft ist offen», sagt Abderhalden. «Grundsätzlich kann das überall und jederzeit passiert sein, wo ein Bus abgestellt wird.»

Belohnung von 500 Franken

Die Vorgesetzten versprechen den Adressaten des internen Schreibens eine Belohnung von 500 Franken für «sachdienliche Informationen, die zur Überführung der Täterschaft führen».

Falls es sich bei den Übeltätern um Mitarbeiter handelt, droht diesen «eine fristlose Entlassung sowie die vollumfängliche Übernahme der durch den Schaden entstandenen Kosten», schreibt Stadtbus. 

Handschuhe schützen vor Diesel-Spritzern 

Zum ersten Mal sei ein Handschuh im November im Tank eines Busses gefunden worden. «Als eines der Fahrzeuge ausfiel, haben wir zunächst lange nach der Ursache gesucht», sagt Abderhalden. Ein Spezialist habe den Handschuh dann im Tank gefunden. Beim zweiten und dritten Bus sei man dann schneller auf das Problem aufmerksam geworden.

Einen Bus betanken, funktioniert wie beim Auto. «Allerdings hantiert man Diesel mit mehr Druck, 300 Liter sind es etwa, die in einen Tank passen. Deshalb schützt man sich mit den Handschuhen vor Spritzern», sagt Abderhalden. 

Videoüberwachung beim Tanken 

Damit solche Vorfälle in Zukunft nicht mehr geschehen können, soll der Tankablauf vermehrt überwacht und dazu Videokameras installiert werden. Zudem werde vorderhand auf die Bereitstellung von Wegwerfhandschuhen verzichtet. (stj)

Publiziert am 06.01.2017 | Aktualisiert am 18.01.2017
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15 Kommentare
  • Thomas  Merki aus Effretikon
    06.01.2017
    Ich frage mich wieso ein Stadtbusmitarbeiter diese interne Mitteilung dem Blick weiterleiten musste. Bei internen Mitteilungen handelt es sich um vertauliche Dokumente. Ansonsten werden die Mitarbeiter wohl kaum noch informiert über andere Geschäftsangelegenheiten. Vielleicht war es ja der Täter selbst :-)
  • reno  winter 06.01.2017
    Super beschrieb für alle Nachahmungstäter. Bilick ist einfach ein wenig Denkarm.
  • Josef  Rothenbach aus Winterthur
    06.01.2017
    Super Führung ... wenn ein Lohn für Hinweise ausgerichtet werden muss ... in der Privatwirtschaft schaut jeder Chauffeur, dass ein Übeltäter an "seinem" Fahrzeug ermittelt wird... und ich denke da würde sich auch keiner trauen am Tank zu hantieren!!
  • Hans  Omlin 06.01.2017
    Benutze immer meine Arbeitshandschuhe im LKW sowie Bus. Die halten länger und belasten die Umwelt weniger wie diese Einmalhandschuhe.
  • Caspar Werner  Müller aus Ravoire
    06.01.2017
    Unverständlich dass so etwas geschehen kann. Es gibt im Markt abschliessbare Tankdeckel; es ist nur auf die Werte der Tankentlüftung O,5 bar +/- zu achten. Denn ein Bus könnte also theoretisch mit einigen Würfelzuckern welche irgend wer irgendwo in den Tank wirft effizient stillgelegt werden. Einspritzpumpen haben nicht gern Zucker. Fahrlässigkeit der GL Stadtbus sollte der Zugang zum Tank ungesichert sein. Damit gäbe es dann mehrer welche zur Kasse gebeten werden könnten.