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Tai Chi, das im Westen auch «Schattenboxen» genannt wird, ist eine Bewegungslehre der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und basiert unter anderem auf dem Prinzip von Yin und Yang und der Lehre von den Meridianen.
Sie zielt darauf ab, das Bewusstsein für den eigenen Körper und die eigene Mitte zu stärken. Die Kombination aus Bewegung, Atmung, Konzen-tration und Meditation soll den Fluss der Lebensenergie Qi stimulieren, die Selbstheilungskraft des Körpers anregen und den Geist beruhigen.
Das typische Kennzeichen von Tai Chi ist eine exakt festgelegte Abfolge sanfter, fliessender Körperbewegungen im Zeitlupentempo, die auf dem Yin-Yang-Prinzip beruhen. Die Yin-Bewegungen sind zurückweichend, mit nach unten und innen gerichteten Bewegungen. Bei den Yang-Bewegungen orientiert sich der Körper nach vorne und die Arme werden nach oben und aussen geführt. Dazu kommen die fünf Grundbewegungen: vor- und zurückgehen, nach links und nach rechts blicken und das Gleichgewicht zentrieren. Diese Bewegungen werden von Atem- und Konzentrationsübungen begleitet.
Die regelmässige Durchführung der Tai-Chi-Bewegungsabfolgen fördert die Kraft und Beweglichkeit des Körpers und ist besonders für ältere Menschen wie Sie geeignet. Tai Chi stärkt die Rückenmuskulatur und wirkt insgesamt beruhigend und ausgleichend. Studien haben gezeigt, dass Tai Chi die Gefahr von Stürzen bei Senioren vermindert und auch bei bestimmten, durch Stress verursachten Beschwerden wie etwa Schlafstörungen, Nervosität oder Müdigkeit hilfreich sein kann. In einer aktuellen Untersuchung konnten regelmässige Tai-Chi-Übungen bei Patienten mit einer Arthrose im Kniegelenk die Schmerzen lindern und die Lebensqualität verbessern.
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