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Das Szenario ist krass: Im September wird die Schweinegrippe bis zu 1,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer befallen haben. Das zeigen Berechnungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG).
Tritt dieser Fall tatsächlich so ein, sind die Folgen für die Schweizer Wirtschaft enorm. Rund jeder zehnte Angestellte wird krank und bettlägerig sein. Anstecken kann man sich überall. Aber klar ist: Der Arbeitsweg und der Arbeitsplatz gelten als eigentliche Virenherde.
In einzelnen Branchen ist das Risiko besonders hoch, sich anzustecken. An erster Stelle kommt das Gesundheitswesen. Deshalb wird das medizinische Personal auch zuerst geimpft, wenn der Impfstoff im Herbst auf den Markt kommt.
Hochrisikoberuf Putzfrau
Doch auch in anderen Betrieben ist die Ansteckungsgefahr gross: Die Kassiererinnen in den Läden, die Angestellten am SBB-, Post- oder Bankschalter, in Restaurants, Reisebüros oder Schulen. Sprich: Alle Arbeitnehmer, die täglich mit vielen verschiedenen Leuten in Kontakt kommen sind besonders gefährdet.
Richtig Mitleid muss man mit dem Reinigungspersonal haben. Denn sie putzen dort, wo die Viren lauern. In Firmen und Wohnungen, wo angesteckte Leuten ein- und ausgehen, die noch nichts von der Krankheit gemerkt haben, den Virus aber schon rumschleudern. Fies: Viren können ausserhalb des Körpers lange überleben. Auf Banknoten zum Beispiel bis zu 14 Tage.
Besondere Vorschriften
Deshalb gelten für das Putzpersonal während der Pandemie speziell strikte Vorschriften. Sie müssen Wegwerfhandschuhe, Einwegschürzen, SUVA-Schutzbrillen und eine Hygienemaske tragen. So steht es im offiziellen «Pandemieplan, Handbuch für die betriebliche Vorbereitung.»
Bis auf die Schutzbrille müssen sie nach getaner Arbeit alle Utensilien entsorgen. Und danach die Hände mindestens waschen, besser noch desinfizieren. Trotz allem wird Putzen in den nächsten Monaten zum Risikojob.
Hat Sie Ihr Arbeitgeber auch schon über den Pandemieplan informiert? Schreiben Sie uns!