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Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat offiziell die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt. Die WHO hat damit wegen der Influenza A (H1N1) die höchste Alarmstufe ausgerufen.
Dies erklärte WHO-Direktorin Margaret Chan heute Nachmittag in Genf. Zuvor hatte sich Chan heute mit dem Notfall-Komitee der WHO beraten und zudem alle Uno-Botschafter zu sich geladen.
28000 Menschen erkrankt
Inzwischen sind nach WHO-Angaben fast 28000 Menschen in 74 Ländern an der Schweinegrippe erkrankt. Ausser auf dem amerikanischen Kontinent breitet sich das Virus vor allem in Australien, Grossbritannien und Japan rasch aus. In der Schweiz waren bis gestern Abend 20 Fälle von Schweinegrippe gemeldet.
Die Ausrufung der ersten Pandemie in diesem Jahrtausend bedeute aber nur, dass sich das Virus geografisch ausbreite und nicht, dass es gefährlicher werde, erklärte ein WHO-Sprecher in Genf. Die WHO betrachte die Schweinegrippe als «milden» Erreger. Bislang starben nach WHO-Angaben aber 141 Menschen daran.
Schweiz ohne eigene Impfstoffproduktion
Mit der Erhöhung der Pandemiestufe fünf auf sechs sind die Staaten dazu aufgerufen, weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Schweinegrippevirus zu ergreifen – vor allem soll die Produktion eines Impfstoffes gegen das Virus in grossem Stil anlaufen.
Die Schweiz hat selbst keine Impfstoffproduktion. Sie ist deswegen auf Impfstofflieferungen aus dem Ausland angewiesen. Der Bund hat 2006 einen Vertrag mit dem Pharmariesen GlaxoSmithKline für die Lieferung eines Pandemieimstoffes abgeschlossen. Dieser soll in Deutschland hergestellt werden. (SDA/gux)