Auf den Strassen krachts Über 150 Unfälle wegen Glatteis und Schnee

BERN - In der Nacht auf heute hat es erstmals in diesem Winter bis ins Flachland geschneit. Am dicksten war die Schneedecke in der Region Bern. Dort kam es deswegen zu Dutzenden Unfällen.

8989-Leservideo: So schön schneits in der Schweiz

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Kurz nach Weihnachten ist die Schweiz in weiten Teilen doch noch weiss geworden. Laut Gaudenz Flury von SRF Meteo lag heute Morgen von Genf bis zum Bodensee verbreitet eine dichte Schneedecke.

Die Unterschiede waren regional gross, und an vielen Orten ist der wenige Schnee umgehend wieder weggeschmolzen oder verregnet worden.

Gesamtschweizerisch gesehen hat das Unterwallis am meisten Schnee bekommen. Im Tessin hingegen dauerte es etwas länger, bis am Morgen die ersten Flocken fielen.

Mehrere Unfälle

Die Schweiz hatte den ersten Schnee im Flachland zwar herbeigesehnt - auf den Strassen wird er dann allerdings schnell zum Ärgernis.

Mehrere Kantone meldeten zahlreiche Unfälle: Die Lenker prallten mit ihren Fahrzeugen in Laternen, Leitplanken, Mauern, Strassensignale, Bäume, Brückenpfeiler und in andere Fahrzeuge. Meist blieb es bei Blechschäden.

60 Unfälle im Kanton Bern

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden rutschte ein Lenker mit seinem Auto auf schneebedeckter Strasse in ein Ambulanzfahrzeug. Verletzt wurde niemand. Und auf der Schwägalpstrasse verlor ein Autofahrer in einer Rechtskurve die Herrschaft über seinen Wagen und prallte in ein entgegenkommendes Auto. Auch hier gab es keine Verletzten.

Beim Zusammenprall von zwei Autos auf einer vereisten Strasse in Waldkirch SG hat sich ein 50-jähriger Autofahrer am frühen Freitagabend hingegen leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei mit rund 130'000 Franken angegeben. Und in Eggersriet SG ist eine 67-jährige Autoinsassin bei der Kollision eines Personenwagens mit einem Postauto verletzt worden.

Und auch im Kanton Bern knallte es gleich mehrmals. Seit der Nacht registrierte die Kantonspolizei rund 60 Unfälle.

In Grüningen ZH wurden bei einer Frontalkollision der Unfallverursacher mittelschwer und seine Beifahrerin leicht verletzt. Eine weitere Person musste zur Kontrolle ins Spital.

Insgesamt wurden im Kanton Zürich rund 40 Unfälle mit Blechschäden gezählt, im Kanton Solothurn rund 25, in Solothurn und Graubünden je ein gutes Dutzend.

Verzögerte Abflüge

Auch der Flugverkehr war vom Wetterumschwung betroffen. Am Flughafen Zürich verzögerten sich die Abflüge wegen des Schnees um rund eine Stunde, wie es am Samstagmittag auf Anfrage hiess. Bei den Langstreckenflügen war es noch mehr.

Ein Sprecher der Flughafen Zürich AG sprach von «schwierigen Verhältnissen». Bis am Mittag wurden die Pisten vier Mal gereinigt. Rund 30 einzelne Flüge mussten annulliert werden - nicht nur wegen des Wetters in Zürich, sondern auch in anderen Teilen von Europa.

Am Flughafen Genf-Cointrin waren rund 120 Flüge zwischen wenigen Minuten und zwei Stunden verspätet.

Stürmische Winde

Vielerorts in der Schweiz blieb der erste Schnee nicht lange liegen. Dafür verantwortlich war unter anderem der stürmische Südwestwind. Im Flachland gab es laut SRF Meteo stellenweise Sturmböen.

In Elm GL wurden um 11 Uhr Böen von 96 Stundenkilometern gemessen, in Altdorf UR von 91 km/h. Auf den Gipfeln blies der Wind mit bis zu 120 km/h. (bau/SDA)

Publiziert am 27.12.2014 | Aktualisiert am 27.12.2014
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Wetterflash 27. Dezember 2014, 12:50 Uhr

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86 Kommentare
  • Konrad  Stoll , via Facebook 28.12.2014
    Ich begreif die meisten Komentare nicht ganz, Heute wo doch bald jeder einen "Offroder" hat muss doch weder gepflügt noch gesalzen werden, deshalb werden die doch "Offroder" genannt.
  • andré  gubelmann aus belmonte
    28.12.2014
    In der Schweiz kracht es wegen Schnee und Eis...in Brasilien weil ca.90 Prozent der Autofahrer an den Festtsgen besoffen sind......
  • Klara  Baumberger aus Nebikon
    27.12.2014
    Solange es Idioten gibt, die der Meinung sind, Sommerreifen fahren sich auch im Winter gut, wird es immer Unfälle geben....
  • Peter  Lemanski 27.12.2014
    Kein Wunder gibts soviele Unfälle wenn sie Stosstange an Stosstange bei Schneebedeckter Fahrbahn über die Autobahn brettern! Schon beim kleinsten rutschen sehen dann die Möchtegern-Rallypiloten uralt aus!
  • Peter  Lemanski 27.12.2014
    Kein Wunder gibts soviele Unfälle wenn sie Stosstange an Stossstange bei Schneebedeckter über die Autobahn brettern und meinen sie seien Rallypiloten! Wenns dann schleudert sehen sie dann uralt aus!