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China macht es den Europäern vor. Der Staat hilft den heimischen Banken mit Milliarden. Die staatliche Beteiligungsgesellschaft Central Huijin Investment kauft im grossen Stil Aktien der vier grössten Banken Chinas.
Mit anderen Worten: China pumpt Geld in seine Banken, um sie zu stützen. Der Hintergrund liegt in Europa. China fürchtet sich vor einer Ausweitung der Schuldenkrise auf die eigenen Geldinstitute. Exportweltmeister China schwimmt im Geld und hält mit seinen Milliarden dagegen.
Ein ganz anderes Bild gibt Europa ab. Die beiden Grossen, Deutschland und Frankreich, üben sich noch in Durchhalteparolen. Ausser Lippenbekenntnissen gibt es noch keine Anhaltspunkte über einen Rettungsplan. Nicht zuletzt deswegen sah sich EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy veranlasst, den EU-Gipfel zur Stützung des Euro um eine Woche zu verschieben, auf den 23. Oktober. Mehr Zeit, um Lösungen des Bankenproblems zu finden. Dabei rennt den Europäern schon jetzt die Zeit davon. Die Verstaatlichung erster europäischer Banken hat bereits begonnen.
Die belgisch-französische Dexia-Gruppe wird zerschlagen. Für 4 Milliarden Euro wird Belgien neuer Eigentümer des belgischen Arms der Bank. Zudem bürgen Belgien, Frankreich und Luxemburg gemeinsam für weitere 90 Milliarden Euro für Risikopapiere, die in eine «Bad Bank» ausgelagert werden.
Dexia hatte sich mit europäischen Staatsanleihen übernommen, die durch die Schuldenwirtschaft der Länder drastisch an Wert verloren haben. Ein Problem, mit dem viele europäische Banken konfrontiert sind.
Und gleich noch eine Bank wurde gestern verstaatlicht. Die griechische Proton Bank wird mit Geld aus dem 110 Milliarden Euro Rettungsschirm für Griechenland gerettet. Seit bekannt ist, dass man gegen die Bank wegen Geldwäsche ermittelt, kann sich das Institut nicht mehr genügend finanzieren. Dafür springt nun der Staat ein.
Ein wichtiger Schritt zur Stützung des Euro sind die Milliarden des Rettungsschirms EFSF. Als letztes Land stimmt heute die Slowakei darüber ab.
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Gehört jetzt Griechenland: Die Proton Bank erhielt kein Geld mehr vom Markt. Dafür springt jetzt der Staat ein. (Keystone)