
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
17.2. Die abtrünnige südserbische Provinz Kosovo erklärt ihre Unabhängigkeit und damit die Trennung von Serbien. Die USA, Frankreich, Deutschland, die Schweiz und weitere Länder erkennen das Kosovo in den Tagen danach als jüngsten Staat Europas an.
1.3. Die kolumbianische Armee tötet bei einem Luftangriff in Ecuador mehr als 20 marxistische FARC-Rebellen. Anschliessend dringen vorübergehend Bodentruppen in das Nachbarland ein. Der Militärschlag löst eine schwere Krise im nördlichen Südamerika aus.
2.3. Kremlfavorit Dmitri Medwedew siegt bei der russischen Präsidentenwahl mit 70 Prozent der Stimmen. Der Wunschnachfolger von Wladimir Putin wird im Mai vereidigt. Putin wird am 8. Mai zum Regierungschef gewählt. Er musste nach zwei Amtszeiten in Folge abtreten.
10.3. Am 49. Jahrestag des Aufstands gegen China beginnen rund 100 Exil-Tibeter im indischen Dharamsala einen Protestmarsch in ihre besetzte Heimat. Danach breiten sich die Proteste auch in anderen chinesischen Provinzen aus. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.
14.4. Silvio Berlusconi gewinnt mit seiner Sammelbewegung «Volk der Freiheit» (PDL) die Parlamentswahlen in Italien. Der Medienmilliardär wird am 8. Mai nach 1994 und 2001 zum dritten Mal Regierungschef.
28.5. Die fünf Anrainerstaaten der Arktis verpflichten sich unter Regie der UNO auf die Beilegung ihres Territorialstreits am Nordpol. Dänemark, Norwegen, Kanada, die USA und Russland einigen sich in Ilulissat (Grönland) auf eine entsprechende Willenserklärung.
28.5. Mit der Ausrufung der Republik durch die verfassunggebende Versammlung in Nepal wird die 240 Jahre alte Monarchie in dem Himalaya-Staat abgeschafft.
2.6. Angesichts der zunehmenden Überfälle auf Schiffe vor der Küste Somalias ermächtigt der Weltsicherheitsrat die UNO-Staaten, auch in den somalischen Hoheitsgewässern gegen Piraten vorzugehen. Mitte November sind in Somalia 17 Schiffe und rund 340 Seeleute in der Gewalt der Seeräuber.
5.6. An türkischen Universitäten ist das Kopftuch wieder verboten. Das Verfassungsgericht in Ankara kippt die Parlamentsentscheidung vom Februar, das bis dahin geltende Kopftuchverbot aufzuheben.
12.6. Die Iren bringen in einer Volksabstimmung den EU-Reformvertrag zu Fall. 53,4 Prozent der Wähler lehnen den Lissabon- Vertrag ab und stürzen damit die EU in eine schwere Krise.
27.6. Unbeeindruckt von weltweiter Kritik lässt sich Simbabwes Präsident Robert Mugabe mit einer umstrittenen Wahl im Amt bestätigen. Sein Herausforderer Morgan Tsvangirai hatte sich nach Angriffen auf Anhänger seiner Bewegung für Demokratischen Wandel von der Stichwahl zurückgezogen. Auch nach Unterzeichnung eines Koalitionsabkommens im September bleibt die Machtfrage ungeklärt.
2.7. Die frühere kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt und 14 weitere Geiseln werden nach sechs Jahren Haft bei FARC-Rebellen von der Armee durch einen Trick befreit.
8.7. Die USA lassen sich erstmals auf ein langfristiges Ziel beim Klimaschutz ein. Beim G-8-Gipfel (7.-9. Juli) im japanischen Toyako verständigen sich die Staats- und Regierungschefs darauf, bis 2050 den Ausstoss schädlicher Treibhausgase (CO2) mindestens zu halbieren.
21.7. Nach jahrelanger Flucht wird der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic bei Belgrad verhaftet. Das UNO- Kriegsverbrechertribunal wirft ihm «Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit» vor. Am 30. Juli wird Karadzic nach Den Haag ausgeliefert.
7.8. Georgische Truppen rücken in die abtrünnige Region Südossetien ein. Russische Truppen marschieren daraufhin in Georgien ein. Der Konflikt um das von Russland unterstützte Gebiet erreicht kriegsähnliche Ausmasse. Am 12. August einigen sich Russland und Georgien auf eine Waffenruhe.
18.8. Der umstrittene pakistanische Präsident Pervez Musharraf tritt zurück. Mit seinem freiwilligen Rückzug kommt er einem Verfahren zur Amtsenthebung zuvor, das die Regierungskoalition gegen ihn betreibt. Im Februar hatte die Opposition bei der Parlamentswahl einen überwältigenden Sieg errungen.
21.9. Südafrikas Präsident Thabo Mbeki tritt zurück. Seine Parteiführung vom Afrikanischen Nationalkongress (ANC) hatte ihn am 20. September dazu aufgefordert. Am 25. September wird ANC-Vize- Chef Kgalema Motlanthe als neues Staatsoberhaupt vereidigt.
28.9. Verheerende Stimmenverluste bei der Landtagswahl in Bayern beenden die Vorherrschaft der CSU. Die Partei verliert 17,3 Punkte und sackt auf 43,4 Prozent ab. Als Konsequenz treten Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein zurück.
10.10. Der finnische Ex-Präsident Martti Ahtisaari erhält den Friedensnobelpreis 2008. Das Nobelkomitee in Oslo begründet die Entscheidung mit seinem jahrzehntelangen Einsatz als Vermittler bei der Lösung von Konflikten.
4.11. In den USA leitet Barack Obama mit einem historischen Wahlsieg eine neue Ära ein. Erstmals wird ein Schwarzer die Geschicke des Landes lenken. Sein republikanischer Gegner John McCain gesteht die Niederlage bei der Präsidentenwahl ein.
25.11. In Thailand legen Regierungsgegner den Internationalen Flughafen von Bangkok lahm. Die Zahl gestrandeter Urlauber und Geschäftsleute steigt innerhalb einer Woche auf mehr als 300 000. Am 2. Dezember ordnet das Verfassungsgericht die Auflösung der Regierungspartei PPP wegen Wahlbetrugs an.
26.11. Die westindische Finanzmetropole Bombay wird von einer blutigen Terrorserie erschüttert. 188 Menschen kommen ums Leben. Geiselnahmen in Luxushotels und einem jüdischen Zentrum halten die Polizei tagelang in Atem. Hinter den Angriffen vermuten die indischen Behörden die muslimische Terrorgruppe Lashkar-e-Toiba aus Pakistan. (SDA)