Melanie Winiger am Gegen-WEF: «Ich mache das für meinen Sohn»
DAVOS – Melanie Winiger, unterstützt von gleich drei Rappern, kämpft am Anti-WEF gegen die Arroganz der Konzerne.
Von Marcel Speiser | Aktualisiert um 14:41 | 22.12.2008
«Eine Tragödie ist das», sagt die Ex-Miss. Und meint damit nicht ihre Grippe, die sie so geschwächt hat, dass sie sich an die Schulter von Freund Stress anlehnt.
Sondern zum Beispiel das, was der französische Atomkonzern Areva in Afrika anrichtet. Beim Abbau von Uran für die Energie-produktion im Norden des Landes Niger.
Aktivist Almoustapha Alhacen: «Areva verbraucht Wasser, um das Uran zu reinigen. 90´000 Menschen haben deswegen kaum Trinkwasser. Und die Radioaktivität macht uns krank. Jeden Tag sterben drei Menschen an Krebs.» Dafür bekommt Areva am Anti-WEF Public Eye den Global Award.
Der Swiss Award für den arrogantesten Schweizer Konzern geht an Glencore. Der Rohstoffriese aus Zug, grösser als Nestlé, aber völlig unbekannt, baut in Kolumbien Kohle ab. Ohne jede Rücksicht auf die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Lieber lässt Glencore die Bauern von Paramilitärs vertreiben.
«Ich weiss nicht, wie diese Manager ruhig schlafen können. Mir ist schlecht. Das ist ein realer Horrorfilm», sagt Winiger. Die Rapper Greis und Gimma denken das auch. Sie versuchen nächste Woche, den Glencore-Managern den Preis zu übergeben.
Melanie und Stress, bekannt als Duo Strelanie, sind das neue Glamourpaar der Globalisierungskritiker. «Es ist wichtig, mit dem Finger auf schlechte Firmen zu zeigen. Aber auch auf gute.»
Zum Beispiel auf die deutsche Firma Hess Natur: Sie verkauft seit 30 Jahren Textilien aus fair gehandelter Bio-Bauwolle aus Burkina Faso. Dafür gab es den positiven Award.
Warum engagiert sich Melanie gegen die Macht der Konzerne? «Für meinen Sohn Noël.»
Sondern zum Beispiel das, was der französische Atomkonzern Areva in Afrika anrichtet. Beim Abbau von Uran für die Energie-produktion im Norden des Landes Niger.
Aktivist Almoustapha Alhacen: «Areva verbraucht Wasser, um das Uran zu reinigen. 90´000 Menschen haben deswegen kaum Trinkwasser. Und die Radioaktivität macht uns krank. Jeden Tag sterben drei Menschen an Krebs.» Dafür bekommt Areva am Anti-WEF Public Eye den Global Award.
Der Swiss Award für den arrogantesten Schweizer Konzern geht an Glencore. Der Rohstoffriese aus Zug, grösser als Nestlé, aber völlig unbekannt, baut in Kolumbien Kohle ab. Ohne jede Rücksicht auf die Gesundheit der dort lebenden Menschen. Lieber lässt Glencore die Bauern von Paramilitärs vertreiben.
«Ich weiss nicht, wie diese Manager ruhig schlafen können. Mir ist schlecht. Das ist ein realer Horrorfilm», sagt Winiger. Die Rapper Greis und Gimma denken das auch. Sie versuchen nächste Woche, den Glencore-Managern den Preis zu übergeben.
Melanie und Stress, bekannt als Duo Strelanie, sind das neue Glamourpaar der Globalisierungskritiker. «Es ist wichtig, mit dem Finger auf schlechte Firmen zu zeigen. Aber auch auf gute.»
Zum Beispiel auf die deutsche Firma Hess Natur: Sie verkauft seit 30 Jahren Textilien aus fair gehandelter Bio-Bauwolle aus Burkina Faso. Dafür gab es den positiven Award.
Warum engagiert sich Melanie gegen die Macht der Konzerne? «Für meinen Sohn Noël.»
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