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Raclette ist nicht nur wegen des würzigen Aromas derart beliebt. Oft wird die Winterspeise unter Freunden oder in der Familie genossen und ist demnach auch ein gemütliches, gesellschaftliches Ereignis.
Vermutlich stammt der Begriff Raclette aus dem Französischen: «racler» bedeutet nämlich «schaben» oder «kratzen». Bereits im Mittelalter setzten Hirten einen halben Käselaib der Hitze des Ofens aus und streiften den geschmolzenen Käse für eine nährende Mahlzeit ab.
Der Verein Raclette-Suisse hat herausgefunden, dass Raclette bereits ums Jahr 1290 genossen wurde. Damals wurde es noch als «Bratchäs» bezeichnet. Das belegen Schriften aus Klöstern der Zentralschweiz.
Auf den grossen Durchbruch musste das klassische Bauern- und Sennengericht jedoch bis Anfang des 20. Jahrhunderts warten: 1909 wurde der Flüssigkäse erstmals an einer Ausstellung in Sitten zu Walliser Weinen serviert – fortan war sein Ziegeszug nicht mehr aufzuhalten.
Nicht nur die Geschichte des Raclette ist reich. Dasselbe lässt sich von der Speise selber sagen. Kommen 200 Gramm des Halbhartkäses in die Pfännchen, versorgen uns diese immerhin mit 700 Kalorien und rund 60 Gramm Fett. Dass diese Wucht der Verdauung schwer bekommt, leuchtet jedem ein.
Nun zu Ihrer Frage: Wenn Sie die Verdauung ankurbeln möchten, sollten Sie Kräuterschnaps oder Kräutertee trinken. Die darin enthaltenen ätherischen Öle helfen, die Nährstoffe aufzuspalten. Zu beachten ist aber die Menge: Mehr als 2 cl Schnaps wirken nicht mehr anregend, sondern betäubend.
Ein Tipp: Raclette wird auch bekömmlicher, wenn Sie dazu grosszügig Beilagen servieren. Denn wer reichlich Cornichons, Silberzwiebeln, Maiskolben, Senffrüchte oder frisches Gemüse isst, wird früher satt – und isst mindestens einen Viertel weniger Käse.
Servieren Sie deshalb einen knackigen Salat zur Vorspeise.