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Wir sind Weltmeister. Im Fussball. Ein Erfolg, der ins kollektive Gedächtnis eingehen wird. Wie Bernhard Russis WM-Titel, die Wimbledon-Siege von Martina Hingis und Roger Federer. Wahrhaft ein historischer Triumph, aus drei Gründen:
Erstens krönten sich unsere U17-Giganten in der globalisierten Sportart schlechthin. Sie schlugen Brasilien, Deutschland, Italien. Unvergleichlich, auch wenn vereinzelt Bedenkenträger argwöhnen, es gehe doch bloss um eine «juvenile Abenteuergeschichte» (NZZ). Aber hallo! Der Konkurrenzkampf im Fussball ist weltumspannend und gnadenlos. Wer sich darin durchsetzt, verdient Respekt.
Glückliche Fügung, zweitens, wenn ein kleines Land im Mannschaftssport reüssiert. Ein Ausnahmekönner allein genügt nicht, es braucht eine goldene Generation. Die findet sich nicht alle Tage.
Drittens setzen die Multikulti-Kicker ein ermutigendes Zeichen zur Zeit, in der viele Landsleute sich bedroht wähnen von der Wirtschaftskrise, dem Ausland und den Fremden im Land. Endlich Schweizer, blutjunge Secondos zumal, die Herausforderungen anpacken statt zu jammern. Die gemeinsam Ziele verfolgen statt angstvoll auf andere zu zeigen. Ein Fingerzeig für die Nation.
Halten wir inne und geniessen den Erfolg unserer Giganten. Die Prognose sei gewagt: Viel Zeit wird vergehen, bis wir im Fussball wieder ganz oben stehen.
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Ernst Kindhauser – Stv. Sportchef BLICK.
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