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Wie Swisstransplant am Freitag mitteilte, hatte die Stiftung in der ersten Jahreshälfte einen Einbruch bei den Spenderzahlen verzeichnet. Verglichen mit der Vorjahresperiode gab es bis Mitte 2011 30 Prozent weniger eingetragene Spender.
"Der Grund für diesen Rückgang war, dass das Thema Organspende nicht mehr so publik war", sagte Swisstransplant-Direktor Franz Immer auf Anfrage. Auch Sparmassnahmen führten zum Rückgang. "Man muss davon ausgehen, dass den Spitälern nicht das nötige Personal und die Strukturen zur Verfügung standen."
Dies hat Folgen: Nach wie vor habe die Schweiz nur halb so viele Spender pro Million Einwohner als die Nachbarländer Frankreich, Österreich und Italien, schreibt die Stiftung in ihrer Mitteilung.
Die Situation hat sich jedoch mittlerweile verbessert: In der zweiten Jahreshälfte konnte dank neuer Spender die Zahl wieder nach oben korrigiert werden. Insgesamt 504 Menschen profitierten im ganzen Jahr von einer Transplantation - gleich viele wie 2012.
Auf diese Weise konnte auch die Sterberate unter den Organsuchenden stabilisiert werden. 61 Menschen verstarben im letzten Jahr, weil ihnen nicht rechtzeitig ein Organ zugeteilt werden konnte. Dies ist ein Anstieg von 3,4 Prozent. Insgesamt befinden sich derzeit 1074 Menschen auf der nationalen Warteliste, so viele wie noch nie. (SDA)