Viagra als Doping

  • Aktualisiert am 08.02.2012

Die blaue Pille macht offenbar nicht nur im Bett stark, sondern auch im Sport.

Als die Potenz-Pille Viagra vor zehn Jahren auf den Markt kam, war sie eigentlich nur dafür gemacht, um Männern mit sexueller Disfunktion wieder auf die Sprünge zu helfen.

Aber wie es so ist, hat auch der Sport Viagra schon bald entdeckt. Nicht etwa für den Bergpreis im Bett sondern zur Leistungssteigerung im Wettkampf.

Die Welt-Antidoping-Agentur (Wada) untersucht zurzeit, ob und wie Viagra den Sportlern zu besseren Leistungen verhilft.

«Es ist schon verrückt, wie gross das Interesse für dieses Produkt ist», sagt Wada-Chef John Fahey nach einer Vorstandsitzung. Bis die exakten Ergebnisse bekannt sind, steht Viagra allerdings noch nicht auf der Dopingliste.

Nur ein Gerücht ist, dass die Dopingtester in Zukunft auf allfällige Ausbeulungen in den Hosen der Sportler schauen müssen. (hig)

Keine Spiele ohne Doping

Einen dopingfreien Sport bezeichnete Jacques Rogge, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), als «Utopie». Wer darauf hoffe, dass es Olympische Spiele ohne Doping gebe, sei naiv; Betrug sei ein Teil der menschlichen Natur. «Es gibt rund 400 Millionen Menschen weltweit, die Sport treiben», sagte der IOC-Präsident in einem BBC-Interview. Sportler seien keine Heiligen. (si)


Jacques Rogge.- Reuters

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