Verfluchtes Glatteis! Cedi B. ( †21) starb auf dem Weg zur Arbeit: Seine Mutter: «Er war unser Sonnenschein»

Es kann jeden im Verkehr treffen. Jederzeit. Überall. Doch bei Glatteis ist die Gefahr noch viel grösser. Das musste Cedi B. (†21) tragisch erfahren. Er ist das unschuldige Todesopfer vom schrecklichen Frontal-Crash in Oberbuchsiten SO. Die Trauer bei seinen Angehörigen ist riesig.

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Es sind schreckliche Szenen, die sich frühmorgens in Oberbuchsiten SO abgespielt haben. Vermutlich wegen Glatteis kam ein Lieferwagen ausserorts im 80er-Bereich auf die Gegenfahrbahn. Er krachte frontal in den Kleinwagen von Cedi B.* (†21) aus Egerkingen SO.

«Er fuhr am Montag wie immer kurz vor sechs Uhr daheim ab», sagt seine Mutter (41). «Nie hätte ich gedacht, dass ich an diesem Morgen mein einziges Kind zum letzten Mal sehe.» B. ist mit seinem blauen Ford Fiesta in Richtung Oberbuchsiten unterwegs. Ziel des Stifts: der Coop in Niederbipp BE, sein Ausbildungsplatz.

Um kurz nach sechs Uhr das Drama: Ein weisser Lieferwagen kommt Cedi B. frontal entgegen und rammt ihn. Der Fahrer (51) des Transporters erleidet einen Schock. Cedi B. ist schwer verletzt. Die Feuerwehr muss ihn bergen, per Rega kommt er ins Spital.

«Ich hatte schon ein komisches Gefühl, bevor die Polizei gegen 7.20 Uhr klingeln kam», sagt die Mutter. «So eine Todesnachricht wünsche ich keinem. Es tut einfach nur weh. Cedi war unser Sonnenschein.»

Mutter und Stiefvater (42) machen niemandem einen Vorwurf: «Weder den Leuten vom Strassenunterhalt, die ihr Bestes geben, noch dem Unfallverursacher.» Sie wissen: Glatteis ist unberechenbar.

Polizeisprecherin Melanie Schmid bestätigt, dass die Strassenverhältnisse an der Unfallstelle prekär waren und der Belag teils vereist: «Ob deshalb der Lieferwagenlenker auf die Gegenfahrbahn kam oder aus einem anderen Grund, wird untersucht.»

BLICK weiss: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob der für die Kantonsstrasse zuständige Pikett-Winterdienst richtig gearbeitet hat. Denn an jenem Tag gab es in der Region sieben weitere Unfälle. Den Angehörigen bleibt nur die Trauer: «Nichts bringt uns Cedi zurück.»

Für Cedi findet am Freitag, 22. Januar, ein öffentlicher Trauermarsch statt. Besammlung ist um 13 Uhr auf dem Coop-Parkplatz beim Gäupark-Einkaufszentrum in Egerkingen SO. Da Cedi ein fröhlicher und farbenfroher Mensch war, wäre es für die Angehörigen schön, die Teilnehmenden normal gekleidet zu sehen.

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 21.01.2016 | Aktualisiert am 21.01.2016
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26 Kommentare
  • Maximilian  Berger 21.01.2016
    Mein tiefstes Beileid an die Familie und Freunde!
    Einziger Trost der niemandem hilft; er sieht aus,
    als sei er ein glücklicher und fröhlicher Junge gewesen!
  • André  Potter aus Zürich
    21.01.2016
    ich habe letztes Jahr das zuständige Amt in zürich gefragt, weshalb man nicht endlich die Hardwald Strecke zwischen Bülach und Eglisau sicherer macht? Die Antwort war, zuwenig Tote auf der Strecke! Die schweren Unfälle zählen nicht wenn es um Verbesserungen geht, da zählt nur die Anzahl von Unfällen mit Todesfolge!
    • Marco  Weber 21.01.2016
      Ich verstehe Ihr Anliegen.... Was mich aber doch auch bischen stört ist das die Verantwortung immer Abgeschoben wird! Eine Strasse ist nur so sicher wie die Verkehrsteilnehmer welche sich darauf bewegen!
    • Victoria  Zimmerer 22.01.2016
      Ich bezweifle dass die Antwort war "zu wenig tote" sondern eher "es passiert zu wenig" was heißt die Fahrer passen sich den Strassenverhältnissen an. So wie ich. Ich fahre die Strecke täglich und finde sie ist vollkommen in Ordnung. Es ist Winter. Gute und sichere Fahrt :-
  • puli  moser aus luzern
    21.01.2016
    Naja das passiert halt wenn die gemeinde keinen ordentlichen winterdienst leustet!aber es jammern immer alle wenns zu spaet ist!
  • Claudia  Mattmann-Schmidlin aus Rickenbach
    21.01.2016
    Wenn ich mit Kleinkind 2.5J. mich den Strassenverhältnissen anpasse gibt man Lichthupe oder überholt gar noch waghalsig. Heute sind alle auf den Strassen gestresst. 10 Minuten früher abfahren kennt man heite nicht mehr. Herzliches Beileid den Angehörigen, besonders der Mutter.
  • Tom  Tomason , via Facebook 21.01.2016
    So Unrecht kann der Lionel Werren auch nicht haben. Wenn man schon mit einem Fahrzeug auf Glatteis rutscht, dann ist das normalerweise Talwärts, hiesse in dem Fall Richtung Strassenrand. Wieso der Bus aber Bergwärts, also auf die Gegenfahrbahn gerutscht ist wird wohl schon noch ganz genau überprüft werden. Auch wenn es den Cedi nicht mehr ins Leben zurück bringt hoffe ich doch dass da ganz genau geklärt wird. Auch mit welcher Geschwindigkeit der Bus unterwegs war.