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Es war ein Albtraum», sagt ein immer noch entsetzter Mitarbeiter des Ausland-Geheimdienstes zu SonntagsBlick: «Ich wurde von zwei Bundeskriminalbeamten an der Papiermühlestrasse abgeholt, durch die ganze Stadt in die Zentrale an der Taubenstrasse gefahren und dort verhört wie ein Krimineller.» Er war nicht der Einzige, dem das in den vergangenen Wochen widerfuhr.
Mit wachsender Hektik fahnden die Strafverfolger nach dem Leck, durch das vor drei Monaten der ägyptische Geheim-Fax über SonntagsBlick an die Öffentlichkeit gelangte. Die Bundesanwaltschaft habe in den vergangenen Wochen «weitreichende Befragungen» im Strategischen Nachrichtendienst (SND) von Verteidigungsminister Samuel Schmid (59) durchführen lassen. «Es könnten gut und gern 20 bis 30 Leute gewesen sein, die verhört wurden», mutmasst der SND-Mitarbeiter.
Die Bundesanwaltschaft geht nicht allein gegen die SonntagsBlick-Autoren und die Bundesbeamten vor. Schon am 9. Januar – ein Tag nach der Enthüllung in der Zeitung – brachte Oberauditor Dieter Weber (57), Chefankläger der Militärjustiz, die ganz grossen Kanonen in Stellung.
Seither untersuchen gleich zwei militärische Untersuchungsrichter in der Fax-Affäre. Major Marc Gmünder (36) vom Militärgericht 6 hat die Journalisten im Visier. Major Alberto Fabbri (39) vom Militärgericht 4 sucht nach dem Fax-Leck im Geheimdienst. Sozusagen im direkten Zusammenspiel mit der Bundesanwaltschaft – denn Major Fabbri ist hauptberuflich selbst Bundesanwalt.
Lesen Sie in SonntagsBlick und Sie+Er, wie das abgehörte ägyptische Fax an die Öffentlichkeit kam!