Vater von Zeusel-Jungs in der Leventina «Innert 5 Minuten brannte es auf 100 Metern»

Vier Jugendliche verursachten am Dienstag einen Waldbrand in der Leventina. Der Vater von zwei der Buben erzählt, wie es dazu kam.

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Beat Bachmann ist der Vater von zwei Jugendlichen, die den Waldbrand in der Leventina verursachten. Screenshot Tele Züri

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Vier Helikopter und mehrere Feuerwehren waren seit Dienstagnachmittag in der Leventina im Einsatz. Oberhalb des Dorfes Chironico TI brannte der Wald auf 50 Hektaren. 29 Menschen mussten evakuiert werden.

Schuld waren vier Jugendliche. Sie hatten am Nachmittag im Wald ein Feuer gemacht. Dieses geriet wegen der Trockenheit und des Windes ausser Kontrolle.

Zwei der Buben sind die Söhne von Beat Bachmann aus Bellinzona. «Wir hörten sie schreien, dann gingen wir nachschauen», erzählt der Vater auf «Tele Züri».

Wegen Brandstiftung angezeigt

Seine Frau habe mit einem Eimer Wasser versucht, das Feuer zu löschen. «Das brachte überhaupt nichts.» Dann haben er und ein Kollege es mit einem Feuerlöscher versucht. Doch gegen das Feuer hatten sie keine Chance.

«Innert fünf Minuten hat es schon auf hundert Metern gebrannt – in alle Himmelsrichtungen. Das Feuer war nicht mehr unter Kontrolle zu halten», sagt Bachmann, der laut dem Bericht ein riesiges schlechtes Gewissen hat.

Nach dem Alarm kämpften die Feuerwehren bis am Mittwochabend gegen den Brand, bis er endlich unter Kontrolle war.

Die Jugendlichen wurden wegen Brandstiftung angezeigt. (sas)

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 04.01.2017
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9 Kommentare
  • Bernhard  Huber aus Zürich
    30.12.2016
    Die Haftpflichtversicherung wird das schon regeln. Aber morgen Abend ist Neujahr da wird sicher wieder die eine oder andere Rackete abgefeuert.
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    29.12.2016
    Wenn das Feuermachen verboten ist, dann ist es verboten, punkt. Da gibts nichts zu diskutieren. Wenn der Boden trocken ist, wenn alles trocken ist, dann brennt das schneller als man piep sagen kann. Und diese Familie lernt hoffentlich daraus : Was verboten ist, ist verboten, fertig ! Daran hält man sich einfach und macht wirklich kein Feuer. Es stand in den Medien, also kann die Familie auch nicht sagen, dass sie das nicht gewusst haben. Kein Italienisch können ? Schützt auch vor Strafe nicht !
  • Edith  Hauser , via Facebook 29.12.2016
    Mike Logan ich denke Sie haben keine Ahnung von Jugendlichen.
    Diese Jugendlichen sind keine Verbrecher! Es war überhaupt keine Absicht ,oder können Sie mir erklären, warum es auch an anderen Orten zum Brand kam? Hoffentlich brennt ihr Weihnachtsbaum nicht.
  • Jens  Goldmann 29.12.2016
    Das zeigt mal wieder was die Jungen Leute von heute noch wissen. Nicht mal ein Feuer das sich nicht ausbreiten kann können diese mehr machen. Das konnte ich ( 70 ) mit 7 / 8 Jahren. Die Eltern hatten mir beigebracht, dass man den Boden dazu vorbereitet, Steine auslegt so dass das Feuer sich nicht verbreiten kann. Aber wer soll es den heutigen Jungen Leuten noch zeigen, wenn die Eltern selbst nichts mehr wissen. Da sollten die Eltern dieser vier Jugendlichen zur Verantwortung gezogen werden.
    • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
      29.12.2016
      Jens Goldmann, Im Tessin ist zur Zeit höchste Stufe der Waldbrandgefahr. Da hat niemand im freien ein Feuer zu entfachen, egal wie gut er das gelernt hat. Es ist ganz einfach verboten. Wenn der Boden dermassen trocken ist, kann sich das Feuer jenachdem in der Streu und in den Wurzeln durch den Boden fressen. Da nützen dann ihre Vorbereitungen nichts mehr.
  • Stefan  Obrist aus Hünenberg See
    29.12.2016
    Es sollte ein Kurzfilm dazu gedreht werden, wie das passieren konnte. Und dann in den Schulen und Pfadis etc. zeigen. Kann sonst jederzeit wieder vorkommen. Feuer machen muss gelernt sein, die Sicherung der Feuerstelle hat meistens keine Priorität.