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Muss Obama nochmals den Eid schwören?

WASHINGTON – Er sprach dem Richter nach. Dieser brachte den Text und dann Barack Obama durcheinander. Jetzt raten ihm Experten zur zweiten Vereidigung.

Aktualisiert um 16:29 | 21.01.2009


Er, der wortgewaltige und redegewandte Barack Obama, zeigte gestern plötzlich seine Nervosität. Denn er fiel John Roberts, dem Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs, ins Wort (Blick.ch berichtete). Darauf verhaspelte sich dieser und sprach den Eid in der falschen Reihenfolge. Obama wartete auf die korrigierte Version, diese kam – und der neue US-Präsident wiederholte doch in falscher Reihenfolge.

Versprecher, die für Schmunzeln sorgten. Doch auch für Verwirrung bei den Gesetzeshütern. Denn die Vorschrift ist streng. Der aus 35 Wörtern bestehende Eid muss korrekt nachgesprochen werden. Anwälte empfehlen dem 44. Präsidenten der USA deshalb eine Wiederholung des Eides.

Wiederholung, damit keine Kritik aufkommt

«Vielleicht sollte er es noch einmal tun», rät beispielsweise Akhil Reed Amar, Rechtsprofessor an der University of Yale, dem Präsidenten. Und gleiches lässt Jonathan Turley gegenüber der «Washington Post» verlauten: «Er sollte – mit Blick auf die Zukunft – den Eid wiederholen», meint der Rechtsprofessor an der George Washington University. «Wenn er es nicht macht, könnten ihn die Leute kritisieren, dass er den konstitutionellen Standard nicht eingehalten habe.»

«Fleck auf der weissen Weste»

Ist Barack Obama also gesetzesmässig gar noch nicht Präsident? «Nein», relativiert Turley. Die Legitimität der Präsidentschaft sei klar. «Es ist keine Notwendigkeit und keine konstitutionelle Krise, sondern einfach ein Fleck auf der weissen Weste.»

Anders sieht das jedoch Charles Cooper, der während Ronald Reagans Amtszeit das Rechtsdepartement führte: «Eine unkorrekte Vereidigung sollte wiederholt werden», meint er. «Ich wäre erstaunt, wenn eine Wiederholung des Eides nicht schon angesetzt worden ist.» (spj)
Die USA standen still, als Barack Obama seine Hand zum Schwur erhob. (AP)
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Erster Kuss für Michelle als First Lady. (AP)
Es folgt die grosse Rede des neu vereidigten Präsidenten. Wird sie die Amerikaner aufrütteln? (AP)
Die Kleine findet den Grossen toll: Sasha Obama gratuliert ihrem Vater (und ihrem neuen Präsidenten). (AP)
Zuversicht und Entschlossenheit: Obama versuchte seine Landsleute mit positiven Werten aufzurütteln. (Reuters)
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Gut gelaunte Familie: Die Obamas während der Vereidigungszeremonie. (Reuters)
Lincolns Bibel aus dem Jahr 1861. (Reuters)
«Ich schwöre ...» – Der erste schwarze Präsident legt seinen Eid ab. (Reuters)
Der grosse Moment: Obama legt seinen Eid ab. (Keystone)
(AP/Keystone/Reuters/)
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Obama trifft ein. (AP)
Malia und Sasha Obama lächeln ihrem Daddy zu. Der wird gerade zum Präsidenten vereidigt. (AP)
Letzte Momente der Ruhe. (AP)
Der Präsidententross auf der Fahrt zum Kapitol. In einer halben Stunde ist Obama Präsident. (Reuters)
Auf der National Mall in Washington warten schon Zehn-, nein, Hunderttausende Fans auf den grossen Moment. (AP)
Das Stahlross wartet auf seinen Reiter: Obama-Mobil vor dem Weissen Haus. Gleich beginnt die Fahrt zum Kapitol. (Reuters)
Und dann gehts ab an die Vereidigung. Obama ist vergnügt und guter Dinge. (AP)
Gruppenbild vor dem Weissen Haus: Der Tee scheint gemundet zu haben. (AP)
Beim Verlassen des Weissen Hauses. (Reuters)
Obama betritt das Weisse Haus. Höflichkeitsbesuch. (AP)
Handshake mit dem Vorgänger: Auf einen Tee kehren die Obamas noch bei Bush ein. (AP)
Die Kirchgänger nach dem Gottesdienst: Jetzt gehts zurück zum Weissen Haus. (AP)
Handshake mit dem Pfarrer. (Reuters)
Vor dem Kirchgang: Das Ehepaar Obama trifft bei der St. John´s Episcopal Church ein. (AP)
Am Morgen früh: Barack Obama und seine Frau Michelle verlassen das Blair House – das Gästehaus des Weissen Hauses – und machen sich auf den Weg in die Kirche. (Reuters)
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