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In China stiessen US-Wissenschaftler auf das Skelett eines Säugetiers, das mit einem Saurier im Magen gestorben war. Darin sehen sie den Beleg dafür, dass der als gejagt Verschrieene durchaus zum Jäger wurde. Säuger frassen kleine Dinos, schreiben die Forscher im aktuellen «Nature».
Bislang betrachteten Paläontologen die Säugetiere als unterdrückte Klasse. Als kleine Nager, die immer auf der Flucht vor grossen bösen Echsen waren. Und höchstens einer Fliege etwas zuleide tun konnten. Der jetzt entdeckte Saurierfresser wirft aber ein komplett anderes Licht auf die Zustände von vor 130 Millionen Jahren.
Denn neben dem ersten Fossil fanden die Wissenschaftler das grösste aller bisher bekannten Säuger-Skelette aus dem Mesozoikum: Das Tier muss mit seinen über 90 Zentimetern Länge ein Gewicht von 14 Kilogramm auf die Waage gebracht haben.
Die beiden Viecher gehören zur Gattung «Repenomamus robustus» und waren katzenähnliche Wesen mit scharfen Zähnen. Mit diesen hatte der Kleine damals eine Papageien-Echse («Psittacosaurus») zerrissen und ohne zu kauen – vermutlich konnte er das damals noch nicht – verschluckt.
Weil die Forscher aber von der Grösse der gefundenen Ur-Katzen so begeistert sind, tauften sie das Tier in «Repenomamus giganticus» um. Gigantisch ist und bleibt aber auch der Gedanke, dass die Säugetiere nicht erst das Aussterben der Dinosaurier vor rund 65 Millionen Jahren abwarten mussten, um sich weiterzuentwickeln.
Ob aber dadurch die ganzen prähistorischen Hierarchien über den Haufen geworfen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur, dass Katzen nicht von jeher Whiskas kaufen...