
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
BLICK liess ihn letztes Jahr auffliegen: CIA-Spion Tom (36), der in Bern sein Unwesen trieb.
Erstaunlich ist: Tom ist von seinem Brötchengeber nicht etwa strafversetzt oder gar in die Wüste geschickt worden. Im Gegenteil. Uncle Sam hat seinen Flop-Spion sogar noch befördert, wie BLICK-Recherchen jetzt zeigen.
Statt im provinziellen Bern von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey übt Tom sein undurchsichtiges Handwerk nun im mondänen Berlin von Bundeskanzlerin Angela Merkel aus.
Tom, der gut Deutsch spricht, hat bei der US-Botschaft in der deutschen Hauptstadt angeheuert. Offensichtlich in der gleichen offiziellen Funktion wie vorher in Bern. Das jedenfalls geht aus der neuen «Liste der diplomatischen Vertretungen in der Bundesrepublik Deutschland» hervor.
Rückblende zum Sommer 2006: Offiziell arbeitete Tom als Diplomat bei der US-Botschaft in Bern. Tatsächlich aber war er CIA-Agent und versuchte unter anderem, an Mitgliederdaten der Gewerkschaft Syna heranzukommen. Via einen Schweizer Informanten.
Als BLICK dies im letzten September enthüllte, eröffnete die Bundesanwaltschaft ein Verfahren wegen Spionage. Und wollte Tom vor Gericht bringen. Doch der Bundesrat unter Justizminister Christoph Blocher (SVP) blockte im Februar 2007 ab: Weil Tom diplomatische Immunität geniesse, seien die Chancen gering, ihn zur Rechenschaft zu ziehen.
Zudem hatte Tom die Schweiz bereits Ende 2006 verlassen. In Richtung Deutschland, wie sich jetzt zeigt.
*Name der Redaktion bekannt