Tödlicher Masernfall verunsichert Eltern Soll ich mein Kind impfen lassen?

Von Gefahren, Zeitpunkt über mögliche Schäden: BLICK beantwortet die fünf wichtigsten Fragen rund ums Thema Impfen.

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Erst waren es nur Meldungen über Masern im fernen Amerika. Jetzt gibt es ein totes Kleinkind in Berlin. Damit ist die Impf-Frage zurück. BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

- Sind Impfungen gefährlich?
Sie haben Nebenwirkungen wie alle Medikamente. Meist sind es Rötungen an der Einstichstelle, leichtes Fieber oder Kopfweh. Allerdings verhindern sie Krankheiten, die lebenslange Schäden oder sogar den Tod verursachen können (siehe Box). Im Jahr 1870 starben von 1000 Kindern 210 allein im ersten Lebensjahr, heute sind es vier.

- Impfen wir zu früh?
Der offizielle Impfplan setzt mit der Geburt ein und sieht Impfungen im 2., 4., 6. und 12. Lebensmonat vor. Sie sind aufeinander abgestimmt und damit wirksam und gleichzeitig schonend – und dürfen nicht eigenmächtig verändert werden.

- Überfordert das die Kinder?
Viele Impfungen sind Kombi-Präparate: gegen Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten. Das bedingt nur einer Spritze statt deren drei. Es ist aber nicht damit vergleichbar, wie wenn ein Kind drei Krankheiten gleichzeitig hätte. Ein gesundes Kind verkraftet das gut.

- Schadet Impfen dem Hirn?
Eine Sorge ist, dass Kopfschmerzen nach dem Impfen ein Hinweis auf Hirnprozesse sind, die z. B. zu Autismus führen können. Aber: Die Studie von 1998, die das behauptet hatte, wurde wegen gravierender Mängel von den Autoren selbst wieder zurückgezogen.

- Nimmt die Impf-Skepsis zu?
Eltern informieren sich heute gründlicher – und lassen dann gar öfter impfen. Laut Bundesamt für Gesundheit steigt die Quote in allen Kantonen seit Jahren. Nur fünf Prozent – die Zahl ist konstant – sind Impfgegner, meist aus weltanschaulichen oder religiösen Gründen.

Publiziert am 25.02.2015 | Aktualisiert am 24.02.2015
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Soll man Kinder gegen Krankheiten impfen?

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Was sind das für Krankheiten?

Viele Krankheiten, gegen die geimpft wird, sind inzwischen so selten geworden, dass wir sie oft kaum noch kennen.

Diphtherie: Bakterielle Infektion der oberen Atemwege, meist der Rachenschleimhaut. Lebensbedrohlich.

Keuchhusten (Pertussis): Bakterielle Infektion der Atemwege mit krampfartigem Husten. Erstickungsgefahr.

Masern: Virusinfektion der Atemwege verbunden mit typischem rotem Hautausschlag, kann tödlich verlaufen.

Mumps: Virusinfektion mit Schwellung der Ohrspeicheldrüse, kann Hirnschäden und Unfruchtbarkeit verursachen.

Röteln: Viruserkrankung mit roten Hautflecken, kann bei Schwangeren zu behinderten Kindern führen.

Tetanus (Wundstarrkrampf): Bakterielle Wundinfektion, führt zu Lähmungen und Krämpfen, oft tödlich.

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31 Kommentare
  • Kurt  Meier aus Sins
    25.02.2015
    Viele Leute haben wohl vergessen, dass wir nicht zuletzt Dank dieser medizinischen Errungenschaft, welche sich Impfung nennt, eine so hohe Lebenserwartung und tiefe Kindersterblichkeit haben. Aus diesem Grund kann es sich unsere Gesellschaft sogar erlauben, dass sich ein paar Prozent nicht Impfen lassen. Mit dieser egoistischen Freiheit sollte man sich aber nicht selbst beweihräuchern, sondern dies ist der Verdienst der Gesellschaft, welche sich eben impfen lässt!
  • Al  Smith 25.02.2015
    Eine Impfung hat auch den Hintergrund eine Krankheit wie die Masern beispielsweise einzudämmen oder gar auszurotten. Es können nicht alle Kinder geimpft werden aus gesundheitlichen Gründen, diese könnten dann an einer Krankheit wie die Masern sterben. Damit dies nicht passieren kann sollten sich alle die es können auch impfen lassen. Man impft also nicht nur für sich sonder vor allem auch für die Anderen. Es geht um die Verantwortung gegenüber den Schwachen! Danke!
  • ben  coratsch 25.02.2015
    Wenn immer ein Impfstoff entwickelt wurde, sollte er auch konsequent eingesetzt werden, denn impfen sichert Arbeitsplätze und generiert Umsatz.
    Impfschäden, Schwächung des Immunsystems durch Impfung ... alles Humbung, wie sicher auch unser bekannter Schweizer Immunologe bestätigen würde.


    • Patrik  Mäder aus Märwil
      25.02.2015
      ich selber habe einen Impfschaden. ich bekam als Kind nach einer Impfung Asthma und leider wurde das nie so angeschaut. es Gibt viele Nebenwirkungen die unter den Tisch gewischt werden, wegen dem lieben Geld. Sie haben es richtig geschrieben es geht um umsatz und wieder einmal mehr um das lieb Geld. Auch Kriege sichern Arbeitsplätze und generiert Umsatz. so wie es aussieht egal ob es gut ist oder nicht ist alles ok wenn es nur Umsatz regeneriert.
  • Ruedi  Loosli 25.02.2015
    Respekt und Achtung gegenüber Mitmenschen? Wissen wir besser, was für andere richtig ist? Soll sich ein Mensch aufgrund der Meinung anderer entscheiden oder aufgrund seiner eigenen Überzeugung? Andere zu belehren oder gar verurteilen zu wollen, ist wohl das einfachste der Welt überhaupt - die Überzeugung des Anderer zu Respektieren scheint jedoch eine grosse Herausforderung zu sein. Beides kann richtig sein - Impfen oder Nichtimpfen - Die Wahrheit liegt auf dem eigenen Weg.
    • Thomas  Maeder 25.02.2015
      Bei rot mit 50 km/h über die Kreuzung fahren oder nicht, entscheiden muss man nach der inneren Überzeugung, die Wahrheit liegt auf dem eigenen Weg.

      Im Ernst: Mit Impfen liegt die Komplikationsrate bei ca. 1:50000, ohne Impfen bei 1:5. Mehr gibts zu diesem Thema eigentlich nicht zu sagen. Genauso wie bei rot über die Kreuzung zu fahren ist es verantwortungslos, seine Kinder nicht impfen zu lassen, weil sie so Säuglinge anstecken können, die noch zu jung für die Impfung sind.
  • Fredy  Kradolfer , via Facebook 25.02.2015
    Klarer Fall: Wenn nicht geimpfte Kinder an einer Krankheit erkranken, gegen die man hätte impfen können, dann sollte die Krankenkasse nicht zahlen dürfen. Jeder soll frei entscheiden, aber dann auch die Konsequenzen selber tragen und nicht der Allgemeinheit Präminezahler aufbürden.
    • G.  Wertli 25.02.2015
      Soso, aber die Krankenkassen dürfen dann schon für die Behandlung von durch Impfungen verursachte Folgeerkrankungen zahlen, nicht wahr? Diese Kosten sind nämlich ein vielfaches höher.
    • Marco  Rimann aus Volketswil
      25.02.2015
      Aha, wenn aber z.B. ein Teenie-Mädchen schwanger wird, soll die Allgemeinheit die Abtreibung bezahlen? Und was ist mit Alkoholikern und Rauchern? Wir müssen andere Meinungen und Entscheidungen akzeptieren.