«Schrecklicher Fehler» Facebook erklärt Zuckerberg für tot

Herzliches Beileid: Facebook hat am Freitagabend viele seine Nutzer für tot erklärt. Darunter auch Mark Zuckerberg. Es handelte sich allerdings nur um eine Panne.

Facebook Fail: Mark Zuckerberg ist auf Facebook für tot erklärt play
Facebook setzte Mark Zuckerbergs Profil auf den Erinnerungsmodus für tote Personen. Keystone

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«Wir hoffen, die Menschen, die Mark lieben, finden Trost in den Dingen, die hier geteilt werden, um an ihn zu erinnern und sein Leben zu feiern.» So lautete das Profil des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. Und das vieler anderer Facebook-Nutzer. Dabei sind Zuckerberg und die anderes User des sozialen Netzwerks quicklebendig.

Was war passiert? Es handelte sich offenbar um eine technische Panne, die die Profile vieler Facebook-Nutzer auf den Erinnerungsmodus für tote Personen umstellte. Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte den Fehler, nachdem die Panne behoben wurde.

Facebook Fail: Mark Zuckerberg ist auf Facebook für tot erklärt play
«Remembering Mark Zuckerberg»: Auch der Facebook-Gründer war von der Panne betroffen.

«Heute wurde für eine kurze Zeit versehentlich eine Nachricht, die für Gedenk-Accounts gedacht ist, auf anderen Accounts veröffentlicht», sagte der Facebook-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. «Das ist ein schrecklicher Fehler, den wir nun behoben haben.»

US-Medien schätzten, dass rund zwei Millionen der weltweit rund 1,8 Milliarden Facebook-Nutzer auf ihrem Profil fälschlicherweise den Zusatz «In Gedenken an» stehen hatten. Dieser Zusatz erscheint auf den Facebook-Seiten Verstorbener, wenn Angehörige deren Tod melden.

 

So geht sterben auf Facebook

Zuckerbergs «Tod» ist ein idealer Reminder, seinen digitalen Nachlass zu ordnen. Falls man Facebook tatsächlich den Tod eines geliebten Menschen mitteilen möchte, kann man dies unter diesem Link tun.

Zudem können User in den Einstellungen einen «Legacy Contact» (Vertrauensperson) angeben, der das Profil nach dem eigenen Hinscheiden weiter pflegen darf.

Unter den versehentlich für tot erklärten Nutzern war auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Die Journalistin Abby Ohlheiser, die bei der «Washington Post» für neue Technologien zuständig ist, war ebenfalls betroffen.

«Ich bin nicht tot»

«Heute Nachmittag hat mein Facebook-Account eine schöne Nachricht an meine Freunde versandt, in der diese aufgefordert wurden, 'sich an mich zu erinnern' und 'Trost in dem zu finden», was andere über mich schreiben. Das Ding ist, ich bin nicht tot«, schrieb Ohlheiser.

In den USA stellten viele Mitglieder Screenshots ihrer Profile mit dem «In-Gedenken-an-Banner» ins Netz, in dem Freunde dazu eingeladen wurden, Trost in Erinnerungen zu finden.

Facebook bietet die Möglichkeit, Profile verstorbener Nutzer in eine Art digitale Mahnmale zu verwandeln. Dafür ist grundsätzlich ein Nachweis erforderlich. Was genau schiefgelaufen war, dass die Gedenknachricht scheinbar wahllos bei einigen Mitgliedern aktiviert wurde, erklärte Facebook nicht.

Nach Angaben des «Guardian» sollte der Text bei tatsächlichen Gedenk-Profilen geändert werden - und landete stattdessen auf den Facebook-Seiten anderer Nutzer. Gefälschte Nachrichten über den Tod von Prominenten sind keine Seltenheit in Online-Netzwerken. Meist werden sie genutzt, um Internet-Nutzern Links mit Schadsoftware dahinter unterzujubeln. (SDA/sjf)

Publiziert am 12.11.2016 | Aktualisiert am 15.11.2016
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