Acht Leichen gefunden Taucher finden ihre kleine Tochter tot in der «Costa Concordia»

GIGLIO - In der havarierten «Costa Concordia» wurden acht weitere Tote entdeckt. Sieben Menschen gelten noch als vermisst.

  • Publiziert: 22.02.2012

Fast sechs Wochen nach dem Kentern der «Costa Concordia» haben Taucher acht weitere Leichen im überfluteten Teil des Kreuzfahrtschiffes gefunden. Die ersten drei der am Mittwoch gefundenen Toten wurden geborgen und nach Grosseto in ein Leichenschauhaus gebracht.

Die Toten waren nach Angaben des Krisenstabes auf Giglio auf dem vierten Deck des Schiffes gesichtet worden. Die «Costa Concordia» verunglückte Mitte Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel.

Die Zahl der bestätigten Todesopfer stieg nun auf 25; insgesamt 7 Menschen werden noch vermisst. Nach einer Überprüfung der Aussagen von Überlebenden zum möglichen Verbleib von Vermissten waren Taucher nach längerer Pause wieder gezielt auf die Suche in dem Wrack gegangen.

Dayana († 5) gefunden

Unter den heute gefundenen Toten soll auch die fünfjährige Italienerin Dayana Arlotti aus Rimini sein, deren Schicksal in Italien viel Anteilnahme gefunden hatte. Sie war zusammen mit ihrem kranken Vater Williams auf der Kreuzfahrt. Dieser ist immer noch unter den Vermissten.

Vor drei Wochen hatten die Rettungskräfte die Suche nach Toten im versunkenen Teil des Wracks offiziell eingestellt. Grund dafür sei die Sicherheit der Taucher, die an dem halb untergegangen Wrack arbeiteten, hatte der Chef des Krisenstabes erklärt. Später hielt er eine weitere Suche im Wrack doch für möglich.

Beweissicherungstermin im März

Die «Costa Concordia» verunglückte am 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord. Das Schiff war auf seiner nächtlichen Fahrt zu nahe an Giglio herangekommen und hatte einen Felsen gerammt.

Gegen den Kapitän Francesco Schettino wird seit dem Unfall wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung ermittelt. Schettino steht unter Hausarrest.

Einen ersten Beweissicherungstermin haben die Ermittler für den 3. März angesetzt. Dabei geht es um den Fahrtenschreiber des Schiffes, der Auskunft über den Hergang des Unfalls geben soll.

Ölpest-Risiko kleiner geworden

Das Leeren der Tanks der «Costa Concordia» kam unterdessen voran. Zwei Drittel der 2380 Kubikmeter Treibstoff, überwiegend gefährliches Schweröl, sind abgepumpt. Damit hat sich die Gefahr einer grösseren Ölpest im toskanischen Archipel verringert. Das restliche Öl soll in den nächsten Wochen abgepumpt werden.

Danach muss die Genueser Reederei einen Plan für den Abtransport des 290 Meter langen Schiffes vorlegen. Offen ist, ob das havarierte Schiff nach dem Aufrichten zerteilt werden muss oder aber an einem Stück abtransportiert werden kann. (SDA)

Kommentare (2)

  • Giorgia  Passi
    Also, die Frau ist die Mutter der 5-jährigen Mädchen Dayana. Das Mädchen war mit dessen Vater, der bis dato noch vermisst wird, und mit seiner neuen Lebensgefährtin an Bord der Concordia. Die Lebensgefährtin wurde gerettet. Der Mann neben der Frau auf dem Foto ist der Bruder bzw. der Mutter des Kindes bzw. der Onkel der aufgefundenen Dayana. Ich hoffe, klar erklärt zu haben. RIP.
    • 22.02.2012
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  • Diego  Martins , Zürich
    wer hat hier dieser Artikel verfasst??
    Der Titel heisst: Taucher finden ihre kleine Tochter tot in der «Costa Concordia» auf dem Bild sieht man 2 Menschen, die ich als Eltern des Mädchen annehmen aber wenn man der Artikel liest, steht dann: Eine der Toten ist die kleine Dayana 5 aus Rimini, die mit ihrem Vater auf der Kreuzfahrt war. Von ihm fehlt bis heute jede Spur.

    Ich verstehe nix mehr... kann mir jemand helfen zu verstehen? Danke
    • 22.02.2012
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