Die
SVP fordert mehr Respekt, Ordnung und Disziplin. Bei den Schülern fängt sie an: mit Vorschriften für das
Verhalten im Unterricht.Die
Schule ist keine Badi – da wird fürs Leben gelernt», sagt Christine Daborn (59). Die Präsidentin der SVP Zufikon fordert, dass die Schüler der kleinen Aargauer Gemeinde künftig ordentlich gekleidet zum Unterricht erscheinen und sich dort anständig aufführen. Sie hat einen Forderungskatalog mit 17 Punkten erstellt, der SonntagsBlick vorliegt. Die Schüler sollen unter anderem:
- saubere und ganze Kleider
- keine Turnschuhe
- keine sexy Klamotten tragen
- die Erwachsenen mit Namen grüssen
- in ganzen Sätzen sprechen
- die Hände aus den Hosentaschen nehmen
- aufstehen, wenn der Lehrer sie anspricht
Verboten werden sollen Handys, Skateboards, Zigaretten, Alkohol,
Drogen, Littering und Gewalt.
Schüler halten sich an rigide KleidervorschriftenZufikon ist nur ein Beispiel. Die SVP will im ganzen Land für Ordnung auf den Pausenhöfen sorgen, wie Parteipräsident Ueli Maurer (56) sagt: «In der Schule braucht es mehr Disziplin und Ordnung. Wer vergammelt daherkommt, zeigt sehr viel von seinem Charakter.» Unterstützung erhält Maurer von Kathrin Dubi (34). Die Assistentin an der Abteilung Entwicklungs- und Persönlichkeitspsychologie der Uni
Basel sagt: «Mehr Jugendliche, als man denkt, wünschen sich Leitlinien. Viele haben die Nase voll vom Diktat der Bekleidungsindustrie.»
Wie einfach sich klare Leitlinien umsetzen lassen, zeigt das Beispiel der Oberstufe Wittenbach SG. Hier gilt seit vergangenem Sommer eine strenge Kleiderordnung – und sie bewährt sich. Schulleiter Kurt Angehrn (61): «Die Schüler halten sich daran, wir hatten nur zwei Verstösse.»
In Zufikon hat die Schulpflege die Schulordnung ergänzt. Verboten sind seit den Frühlingsferien sichtbare Unterwäsche, sichtbarer Füdlispalt, sichtbarer Brustansatz, Mützen, Handys, MP3-Player und alle anderen elektronischen Geräte.
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