Bittere Schweizer Pleite Svindal holt Gold – Cuche im Elend

  • Publiziert: 19.02.2010, Aktualisiert: 10.02.2012

WHISTLER – Die Schweizer Ski-Cracks müssen beim Olympia-Super-G eine bittere Pleite einstecken. Gold holt sich der Norweger Aksel Lund Svindal, vor den Amerikanern Bode Miller und Andrew Weibrecht.

Die Wut im Bauch nach der Abfahrts-Pleite nützt nichts. Didier Cuche zeigt einen saftlosen Lauf, verliert 0,72 Sekunden auf den Sieger und wird nur 10.

«Ich wollte heute wahrscheinlich zu viel», sagt Cuche nach dem enttäuschenden Rennen. Jetzt hofft der Neuenbruger im Riesenslalom auf eine Medaille.

Auch Défago, der nach seinem Abfahrtssieg befreit auffahren könnte, fällt weit zurück: Rang 15 für «Gold-Def».

Bester Schweizer wird Carlo Janka (8.), gleich hinter ihm im Ranking folgt Tobias Grünenfelder.

Janka fehlen zu einer Medaille nur 17 Hundertstel, verständlicherweise freut sich der Bündner nicht über das gewonnene Diplom. Janka spricht nach dem Rennen von einer Niederlage. «Es wäre heute viel möglich gewesen, das hat man gesehen», sagt Janka im Zielraum in die TV-Kameras. «Es ist sehr schade.»

Etwas überraschend gewinnt Aksel Lund Svindal Gold und holt sich nach Silber in der Abfahrt bereits die zweite Medaille. Der 27-jährige Norweger verhindert einen amerikanischen Doppelsieg, verweist Bode Miller und Andrew Weibrecht auf die Plätze.

Svindal erinnert an die früheren Erfolge seines Landes im Super-G: «Wir Norweger sind halt super im Super-G. 2002 und 2006 hat Aamodt gewonnen, und heute schaute es halt gut aus für mich.»

Auch der Amerikaner Miller sichert sich nach der Bronzemedaille in der Abfahrt sein zweites Edelmetall der diesjährigen Winterspiele.

Die Schweizer müssen eine bittere Pleite einstecken. Die Euphorie nach der Abfahrt ist verflogen. Aber auch die Österreicher müssen unten durch, können auch im Super-G nichts reissen. Ihr Bester, Benjamin Raich, verliert über eine Sekunde und wird nur 14. (msc)

Super-G. Die Rangliste

1. Aksel Lund Svindal (Nor) 1:30,34.
2. Bode Miller (USA) 0,28 Sekunden zurück.
3. Andrew Weibrecht (USA) 0,31.

4. Werner Heel (Ita) 0,33. 5. Erik Guay (Kan) 0,34. 6. Christof Innerhofer (Ita) 0,39. 7. Patrick Staudacher (Ita) 0,40. 8. Carlo Janka (Sz) 0,49. 9. Tobias Grünenfelder (Sz) 0,56. 10. Didier Cuche (Sz) 0,72.

Ferner: 14. Benjamin Raich (Ö) 1,01. 15. Didier Défago (Sz) 1,09.

So lief das Rennen

++ Marco Büchel muss weiter auf seinen Start warten. Was kann der Mann aus dem Ländle heute reissen?

++ Es gibt Entwarnung bei Patrik Jaerbyn. Anscheinend gehts dem Schweden den Umständen entsprechend gut.

++ Das Rennen ist unterbrochen ...

++ Schwerer Sturz von Patrik Jaerbyn! Der Schwede fädelt ein und schlägt beim Fallen mit dem Kopf auf. Hoffentlich ist nichts Schlimmeres passiert.

++ Robbie Dixon, die letzte Hoffnung der Kanadier ist unterwegs ... Schade! Dixon fällt aus. Neben den Schweizern und Österreichern leidet heute auch das Land des Ahornblatts.

++ Nicht nur die Schweizer müssen heute einstecken, auch Erzrivale Österreich kommt auf keinen grünen Zweig. Georg Streitberger ist mit 1.1.5 Sekunden Rückstand 17.

++ Jetzt Didier Défago ... der Abfahrtssieger verliert bei der zweiten Zwischenzeit viel Zeit ... im Ziel sind 1.09 Sekunden und Rang 15. Nun ja, das Abfahrts-Gold kann ihm niemand mehr nehmen. Aber das heutige Rennen ist eine bittere Angelegenheit für das Schweizer Team.

++ Die Ösis kommen einfach nicht auf Touren, Michael Walchhofer verliert schon bei der zweiten Zwischenzeit über eine Sekunde ... der Führende im Super-G-Weltcup verliert im Ziel 1.66 Sekunden.

++ Erick Guay wird Fünfter, der Kanadier verliert 0.34 Sekunden auf Svindal.

++ Der Norweger Svindal übernimmt die Führung! Er nimmt Miller 0.28 Sekunden ab!

++ Aksel Lund Svindal ist bei den Zwischenzeiten voraus ...

++ Gute Fahrt von Werner Heel! Im Ziel verliert der Italiener nur 0.05 Sekunden! Das ist Rang drei! Gibt es heute einen amerikanischen Doppelsieg?

++ Auch Benjamin Raich kommt nicht an Miller heran: 0.73 Sekunden zurück.

++ Cuche ist im Ziel nur Siebter! 0.44 Sekunden zurück. Das heisst, dass Didier Défago (Startnummer 22) die Kohlen für die Schweiz aus dem Feuer holen muss.

++ Cuche ist bei der 2. Zwischenzeit 0.29 Sekunden zurück ... bei der dritten sinds bereits 0.39, das reicht wohl nicht ---

++ Jetzt kommen die Besten des Fachs, gestartet mit Didier Cuche.

++ Schade! Janka verliert bis ins Ziel 0.21 Sekunden auf Miller und verdrängt Grünenfelder vom fünften Platz.

++ Bei der Zwischenzeit ist Janka nur 0.09 zurück ...

++ Als nächster ist Carlo Janka dran ... der «Iceman» ist bereits unterwegs ...

++ Tobias Grünenfelder ist gestartet ... Der Schweizer verliert 0.28 Sekunden auf Miller. Das ist Rang fünf.

++ Christof Innerhofer aus Italien verliert nur 0.11 Sekunden auf Miller. Das ist Rang drei.

++ Kanada im Pech! Manuel Osborne-Paradis scheidet aus. Der Kanadier musste bereits bei der Abfahrt einen Tiefschlag einstecken.

++ Bode Miller stellt die neue Bestzeit auf und verdrängt seinen Landsmann Weibrecht von der Spitze. Miller ist 0.03 Sekunden schneller!

++ Mario Schreiber riskiert viel, verpasst fast ein Tor. Aber es nützt alles nichts, der Österreicher verliert im Ziel 1.28 Sekunden.

++ Peter Staudacher kommt nahe an Weibrechts Zeit heran, aber nicht ganz. 0.09 Sekunden Rückstand und zweiter Platz!

++ Der Amerikaner Ted Ligety ist mit +1.05 Sekunden Fünfter.

++ Adrien Theaux ist mit 0.59 Sekunden Rückstand Vierter.

++ Ales Gorza verliert im unteren Streckenteil etwas viel Zeit. Der Slowene verliert 0.42 Sekunden, aber das reicht für Rang zwei.

++ Gauthier de Tessieres zeigt dafür zu wenig Risiko und verliert viel Zeit. Der Franzose ist im Ziel mit 2.52 Sekunden Rückstand deutlich Letzter.

++ Peter Fill aus Italien stürzt kurz vor dem Ziel! Der Routinier riskiert am Ende etwas zu viel.

++ Der Amerikaner Andrew Weibrecht, ein Abfahrtsspezialist, stellt die neue Bestzeit auf, er nimmt Jansrud 56 Hundertstel ab. Seine Zeit: 1:30.65.

++ Keppler scheidet aus! Die beiden ersten Fahrten haben gezeigt, dass die Olympia-Strecke ziemlich anspruchsvoll ist.

++ Der Deutsche Stephan Keppler startet als nächster.

++ Der Norweger Kjetil Jansrud hat das Rennen eröffnet! Seine Zeit: 1:31.21.

++ Herzlich willkommen, liebe Sportsfreunde, zum Super-G der Männer in Whistler Mountain. Fantastisches Wetter in Whistler, die Sonne scheint. Auch für die Schweizer? Bleiben Sie dran.

Gestürzter Järbyn hat Glück im Unglück

Der Schwede Patrik Järbyn, der im Super-G einen schlimm anzusehenden Sturz auf den Hinterkopf getan hat, kommt offenbar relativ glimpflich davon. «Er hat kurzzeitig das Bewusstsein verloren, aber keine ernsten Kopf-, Nacken- oder Rückenschäden davongetragen», sagt der schwedische Verbandsarzt. Der bereits 40-Jährige bestreitet in Whistler eines der letzten Rennen seiner langen Karriere. (Si)

Top 3

1 Publireportage SWISSHAUS SWISSHAUS - Der zuverlässige Weg zum Eigenheimbullet
2 Warum erzählt Siegfried das Gegenteil? Roy liegt im Sterbenbullet
3 Roy hat Hirn wie Kleinkindbullet

News