Suff-Fahrt mit 1,92 Promille SVP-Amaudruz suchte Hilfe bei Parmelin

GENF - SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz fuhr unter Alkoholeinfluss Auto und wurde von der Polizei erwischt. In ihrer Not suchte sie bei einem Freund Hilfe: Bundesrat Guy Parmelin.

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SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz zusammen mit ihrem Anwalt und FDP-Nationalrat Christian Lüscher (l.) und SVP-Bundesrat Guy Parmelin (M.). KEY

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Diese Woche beichtete SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz (37) öffentlich eine Suff-Fahrt. Auf dem Heimweg von einem internationalen Pferdesportanlass wurde sie von der Polizei mit Alkohol im Blut am Steuer eines Autos erwischt. Mit wie viel Promille sie unterwegs war, behielt Amaudruz aber für sich (BLICK berichtete).

Jetzt kommt aber aus: Sie hatte 1,92 Promille im Blut! Das berichtet das Online-Portal der Genfer Zeitung «Le Temps». Aufmerksam geworden auf die SVP-Frau ist die Polizei dank dem Hinweis eines Taxifahrers. Dieser berichtete den Genfer Ordnungshütern in der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember von einem Auto, das in Zickzack fahre.

Alkoholtest zuerst verweigert

Amaudruz war gemäss dem Bericht alleine im Auto unterwegs und ignorierte eine erste Stopp-Aufforderung der Polizei. Nach dem Halt soll sie die Polizisten darüber informiert haben, dass sie Nationalrätin sei.

Einen Alkoholtest soll sie allerdings zuerst verweigert haben. Stattdessen sei sie laut geworden und habe den Polizisten angekündigt, den Generalstaatsanwalt zu informieren. Doch dieser meldete sich nicht. Schliesslich willigte sie in den Alkoholtest ein.

Amaudruz informierte Parmelin

Die Polizei nahm sie auf den Posten mit, wo sie mit ihrem Anwalt, FDP-Nationalrat Christian Lüscher, Kontakt aufnahm. Danach konnte es Amaudruz nicht lassen, frühmorgens auch noch ihren mächtigsten Freund anzurufen: Bundesrat Guy Parmelin.

Amaudruz sei «in Panik» gewesen, heisst es. Der Bundesrat habe ihr gesagt, sie solle sich beruhigen und mit der Polizei kooperieren. Die SVP-Nationalrätin habe schliesslich zugegeben, dass sie zu viel getrunken habe.

«Le Temps» fragt, mit welchem Ziel Amaudruz wohl Parmelin angerufen habe. Die SVP-Nationalrätin verwies die Zeitung an ihren Anwalt Lüscher.

Dieser wird wie folgt zitiert: «In einem Moment tiefer Verzweiflung hat sie Halt bei einem ihrer sehr nahen Freunde gesucht.» Dieser war Guy Parmelin. «Sie hat also keinen Bundesrat angerufen, sondern einen nahen Freund, um moralische Unterstützung zu erhalten», erklärt Lüscher. 

«Grosse Dummheit begangen»

Er bestätigt, dass Parmelin Amaudruz geraten habe, mit der Polizei zusammenzuarbeiten und sich für ihr unangemessenes Verhalten auf der Strasse zu entschuldigen. «Das hat sie gemacht», so Lüscher. Und er fügt an: «Céline Amaudruz hat eine grosse Dummheit begangen.»

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
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  • Urs  Meier 23.12.2016
    Schön, dass meine negative Meinung dieser politischen Pausenclowns, von denen selber, jeden Tag bestätigt werden.
  • Hanspeter  Oppliger aus Valencia Philippinen
    23.12.2016
    1.92 Promille, aber hallo! Ich denke, Frau Nationalràtin Amaudruz hat ein Alkoholproblem. Ich hoffe, dass Sie die Konsequenzen dafür übernimmt und sich von der Politik verabschiedet. Als Nationalrätin hat Sie auf jedenfall in Sachen Vorbildfunktion total versagt. Von einer intelligenten Person erwarte ich mehr Selbstdisziplin. Ich hoffe, Sie wird dafür hart bestraft. Mit Schönrederei ist da nichts mehr gutzumachen. Mit 1.92 Promillen setzt man sich nicht mehr ans Steuer!
  • Peter  Wicki aus Emmenbrücke
    23.12.2016
    Für ihr Verhalten gibt es wohl kaum eine Entschuldigung. Und ich bin überzeugt, dass sie schon bald wieder - Alkoholproblem hin oder her - am Steuer sitzt. Soviel zum Thema "vor dem Gesetz sind alle gleich". Das ist das selbe wie bei Philipp Müller - der seine Schlafapnoe auf wundersame Art und Weise rekordverdächtig losgeworden ist und schnell wieder am Steuer eines neuen Mercedes zu sehen war. Das Ganze reiht sich an den Vorfall Filippo Lombardi an.
  • Hugo  Stiglitz aus Frankreich
    23.12.2016
    Wenn 1.92 stimmt, dann hat sie echt ein Problem. Daa ist nicht ein Glaeschen... und dann ans Steuer. Und denn Leuten erzaehlen, was sie zu tun haben. Da wird ihre Glaubwuerdigkeit leiden. Und das ueber Jahre..
    Aber eigentlich richtig, Verkehrsvergehen weren je sehr streng bestraft in der Schweiz. Und Politiker sollen das auch spueren..
  • Stephan  Siegfried aus Zürich
    23.12.2016
    Wer an einem Pferdesportanlass so viel schluckt, sollte in der Lage sein CHF 192. (so viel wie Promille) für ein Taxi auszugeben um sich schadlos zu halten.
    Ganz einfach: wer trinkt, fährt nicht. Oder wer fährt, trinkt nicht!
    Prost!