Stink-Alpino verärgert Bahnkunden

  • Publiziert: 31.05.2007, Aktualisiert: 11.02.2012
  • von Irena Ristic

BERN. Er steht für Pannen, Verspätungen und nun auch für unhygienische Toiletten: der Cisalpino.

Eine Reise in den Süden kann mit dem Cisalpino in die Hose gehen. Arth-Goldau, 25. Mai, 14.52 Uhr, EuroCity Cisalpino Verdi: Der Boden der Zug-Toilette ist mit einer übel riechenden Flüssigkeit verklebt. Mailand, 27. Mai, 17:38 Uhr, CIS Cisalpino: In einem noch viel schlimmeren Zustand war die mit Urin und Schamhaaren verklebte Kloschüssel. Die Beduftungsanlage und der Handtrockner sind defekt.

Streikte das Putzpersonal?

«Wir arbeiten mit Schweizer und italienischen Reinigungsfirmen zusammen», sagt Sandra Ritz, Cisalpino-Sprecherin. Es sei bei Bedarf eine «mobile Putz-Equipe» unterwegs. Cisalpino will nun die geschilderten Fälle überprüfen. «Bei solchen Hygiene-Zuständen hilft nur erhöhter Selbstschutz», sagt die Zürcher Kantonsärztin Dr. Danuta Reinholz. «Hände waschen und mit Einweg-Tüchlein abtrocknen».

Auch wenn das Risiko klein sei, eine Übertragung von Filzläusen oder Schmierinfektionen sei möglich. Wenn es keine Möglichkeit zum Hände-Abwischen gäbe, dann helfe laut Dr. Reinholz nur noch eins: «Hände an den Jeans abwischen». Damit würden Keime und Bakterien auch abgewischt. Hoffentlich landet diese Jeans schnell in der Waschmaschine.

play Im Cisalpino kann der Toiletten-Besuch ziemlich ungemütlich werden. (cisalpino)

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