Krankenkassen So viel steigen unsere Prämien!

  • Publiziert: 26.08.2009, Aktualisiert: 10.02.2012

ZÜRICH – Das BAG hatte im Mai noch einen durchschnittlichen Anstieg von 15 Prozent gerechnet. Ganz so schlimm wird es nicht – aber trotzdem für einige ziemlich happig.

Wer bei der falschen Kasse ist, erwischt es besonders schlimm: Bis zu 25 Prozent können einzelne Krankenkassen ihre Prämien ansteigen lassen. Dem Internet-Vergleichsdienst Comparis liegen die Zahlen von 35 Schweizer Krankenkassen vor.

Demnach beträgt der durchschnittliche Anstieg der Prämien 11 Prozent. Dies ist weniger stark als befürchtet, hatte doch das BAG noch im Mai einen Anstieg von 15 Prozent prognostiziert.

Aber: Viele Krankenkassen schlagen sehr unterschiedlich auf. So gibt es Kassen, deren Versicherte im Schnitt mit einem Prämienaufschlag von 7 Prozent relativ glimpflich davon kommen. Dem stehen Prämienerhöhungen von 20 bis 25 Prozent bei anderen Versicherungen gegenüber!

«Der Prämienanstieg fällt weniger hoch aus als erwartet und entspricht ungefähr den Werten für die Jahre 2002 und 2003. Auch damals wurden in den Vorjahren die Reserven aufgrund des politischen Drucks stark abgebaut», sagt Richard Eisler, Geschäftsführer des Internet-Vergleichsdienst comparis.ch.

Bis Ende Juli haben die Krankenkassen die Prämien für das Jahr 2010 beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) einreichen müssen. Die Prämien werden nun durch das BAG geprüft und, sofern es keine Beanstandungen gibt, bewilligt.

Auffallend ist, dass die Krankenkassen sehr zurückhaltend mit Informationen zu ihren eingereichten Prämien sind. «Obwohl die Prämien berechnet sind, zögern viele Krankenkassen mit Informationen zu ihren Prämien für das nächste Jahr. Offenbar will niemand als Erstes einen hohen Aufschlag erklären müssen», sagt Eisler. (num)

play Nächstes Jahr kostet die Krankenkasse viel mehr. (Keystone)

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