BLICK-Reporter flog im A380 «So erlebte ich den Riesenvogel»

  • Publiziert: 19.01.2010, Aktualisiert: 10.02.2012
  • Von Raphael Diethelm

Der A380 ist ein Luftschiff, das wie die Ruhe selbst über den Weltmeeren segelt.

Wir wollten im Februar 2009 nach Neuseeland. Da die Flüge von Zürich über Singapur ausgebucht waren, landeten wir bei Emirates. Der Maschinen-Code auf der Flugbestätigung fiel mir erst gar nicht auf. Bis eine Kollegin fragte: «Habt ihr den A380

Wir hatten – von Dubai über Sydney nach Auckland. Die Vorfreude auf das grösste Flugzeug der Welt wurde im Reisebüro nur leicht gebremst: «Geplant ist der A380, ja», hiess es da. «Aber garantiert ist das nicht».

Dubai muss auch den grössten Flieger haben

Im für seinen Grössenwahn bekannten Emirat erwartete uns tatsächlich ein Airbus des Typs A380-800. Ein dickes Ding mit zwei Passagierdecks. Als Economy-Flieger kamen wir ins untere. Vorne links, in Reihe 7, sassen wir ans Fenster.

Die Freiheit war schon unter den Wolken grenzenlos. Economy mit E wie eng? Nicht so im A380: Nach Lust und Laune kann man auf den «billigen Plätzen» die Beine strecken, über schlafende Nachbarn klettern und das Tablett nach dem Essen von sich wegschieben.

Mein Bildschirm zeigt nicht nur Filme oder die Flugroute: Ich kann auf mehrere Kameras zugreifen, die zwischen Cockpit und Heckflosse des Riesenvogels montiert sind. So starte ich mit der Piloten-Perspektive, schaue dann auf Dubai runter und blinzle zuletzt in die Sonne, die sich auf dem breiten Rücken des A380 spiegelt.

Economy mit E wie eng? Nur in der WC-Kabine

Eng sind nur die WC-Kabinen an Bord. Bei der Treppe in die obere Etage klotzt Emirates: Holz und Messing erinnern ebenso an ein Dampfschiff wie das dicke Seil, das mir den Weg in die bessere Klasse versperrt.

Besser? Beim Start mit dem erstaunlich ruhigen Flugzeug heben auch wir erstklassig sanft ab. Zwar vermisse ich den Druck bei der Beschleunigung, dafür schüttelt uns der Riesenvogel in der Luft auch nie durch.

Die Masse von Passagieren verteilt sich übrigens wie von selbst. So flogen wir, selbst neben dem Nachbar in der Dreierreihe, vom Gefühl her wie zu zweit um die Welt. Und das in drei statt 80 Tagen.

play Das grösste Passagierflugzeug der Welt wirft den grössten Schatten. (Raphael Diethelm)

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