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Diese Haltung sei unverständlich, heisst es in einem Communiqué des SIG vom Dienstag. Die Schweiz unterstütze mit dem Liefervertrag ein Land, das die Menschenrechte verhöhne und offiziell Antisemitismus propagiere. «Die Juden der Schweiz fühlen sich dadurch direkt betroffen», schreibt der SIG.
Zuvor hatten bereits mehrere Staaten, darunter die USA und Israel, den Vertrag scharf kritisiert. Er habe Verständnis für die wirtschaftlichen Interessen der Schweiz, erklärte Israels Botschafter in Bern, Ilan Elgar: «Für uns geht es aber nicht um Wirtschaftsinteressen. Für uns geht es um die nackte Existenz.»
Aussenministerin Micheline Calmy-Rey verteidigte den Handel. Der Vertrag habe eine strategische Bedeutung für die Schweiz. Es sei wichtig, die Energie-Versorgungsquellen zu diversifizieren und nicht von einem einzigen Lieferanten abhängig zu sein, sagte sie.
Die Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (EGL) hatte letzte Woche mit der iranischen Gasexport-Gesellschaft einen Liefervertrag abgeschlossen. Dabei geht es um die Lieferung von jährlich 5,5 Milliarden Kubikmetern Gas an die EGL ab 2011. Calmy-Rey war bei der Vertragsunterzeichnung dabei. (SDA)