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Martina Kocher liegt bei Halbzeit im Schlittelwettbewerb auf Diplomkurs. Vor allem im zweiten Durchgang kann sie überzeugen. Dank Startrekord (!) und der sechstbesten Laufzeit kann sich die Bernerin in der Zwischenrangliste gleich um sechs Plätze nach vorne arbeiten und die respektablen Trainingsergebnisse bestätigen.
Kocher hat sich im Vorfeld von Olympia vorgenommen, Verpasstes nachzuholen. Sprich: Nachdem sie 2006 in Turin ein Diplom um 18 Tausendstelsekunden verfehlte, will sie diesmal solch eine Auszeichnung erobern.
In Führung liegt zur Hälfte des Pensums die deutsche Top-Favoritin Tatjana Hüfner, die bei internationalen Einsätzen oft mit Martina Kocher das Zimmer teilt. Die erfolgsverwöhnten deutschen Athletinnen (98 Weltcup-Siege in Serie) haben aber harte Konkurrenz. Natalie Geisenberger ist Dritte, Anke Wischnewski gar nur Fünfte. In die Phalanx einbrechen kann die Österreicherin Nina Reithmayer als Zweite und die junge russische Europameisterin Tatjana Iwanowa als Vierte. (Si/sim)