Fast sechs Jahre Bürgerkrieg Waffenruhe für Syrien scheint zu halten

DAMASKUS (SYR) - Fast sechs Jahren Bürgerkrieg und rund eine halben Million Tote: Nun ist eine landesweite Waffenruhe in Kraft getreten.

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In den ersten Stunden nach Inkrafttreten scheint die Feuerpause in Syrien zunächst zu halten. In den meisten Landesteilen herrschte Ruhe, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in der Nacht zum Freitag mitteilte.

Schüsse seien lediglich in der Gegend zweier von Rebellen gehaltener Ortschaften im Süden des Landes zu hören gewesen, hiess es weiter. Kurz vor Beginn der Waffenruhe sind nach Angaben der Aktivistengruppe aber nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus mindestens 22 Menschen getötet worden.

Allein bei Angriffen durch Kampfflugzeuge und Artillerie auf den Vorort Duma sollen 13 Zivilisten, darunter mehrere Kinder, getötet worden sein, berichtete die Gruppe. Auch weitere Vororte wurde demnach attackiert.

Die Waffenruhe war um Mitternacht Ortszeit (23 Uhr MEZ) in Kraft getreten. Russland und die Türkei hatten die Feuerpause zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen ausgehandelt. Die beiden Länder fungieren auch als Garantiemächte, wie das Aussenministerium in Ankara mitteilte. Die USA begrüssten die Waffenruhe.

Gruppen, die vom UNO-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden, sind von der Waffenruhe ausgenommen. Der internationale Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) soll also fortgeführt werden. Frühere Versuche international ausgehandelter Waffenruhen scheiterten.

Eine Kampfpause könnte Grundlage für Gespräche sein, bei denen die Türkei und Russland im Januar in der kasachischen Hauptstadt Astana zwischen Vertretern der syrischen Opposition und Regierung vermitteln wollen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Donnerstag gesagt, die syrische Regierung und ihre Gegner hätten die Bereitschaft erklärt, Friedensgespräche zu beginnen. (SDA)

Publiziert am 30.12.2016 | Aktualisiert am 30.12.2016
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2 Kommentare
  • Daniel  Leuenberger aus Chisinau
    30.12.2016
    Erdogen ist selbst in Russland umstritten. Aber Russland hat strategisch gehandelt weil die Tuerkei einen erheblichen Einfluss auf die Rebellen in Syrien hat. Und man sollte doch hellhoerig werden: die Christen in Nahosten stehen zu Russland, Assad und Iran. Der Waffenstillstand wurde von Russland, den Tuerken und den Iran verabschiedet. Man sieht, es geht - wenn die Amis nicht ueberall fuer Chaos sorgen.
  • Devlet  Vatan aus ort
    30.12.2016
    Wenn jemand den Frieden bringt, dann Erdogan. Gegensatz zu USA und EU hält er wenigstens sein Versprechen. Die USA hat überall nur den Elend gebracht. Irak, Afghanistan, Vietnam etc. Die EU hat hingegen nur letztes Jahr 307 Milliarden USD durch Waffenhandel verdient, also den Krieg unterstüzt. In dieser Region muss endlich der Frieden herrschen und das will nur die Türkei weil sonst noch mehr Flüchtlinge kommen. Ohne die Politik von Erdogan wären die 3 Millionen Flüchtlinge schon lange in Europa