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Rentenkürzung in 2. Säule kommt vors Volk

sda | 08.04.2009 | 10:44:42 |
BERN - Die Rentenkürzung in der zweiten Säule kommt vors Volk. Das Referendumskomitee hat rekordverdächtige 205 000 Unterschriften gegen die geplante BVG-Revision bei der Bundeskanzlei deponiert.

Linke Parteien, Gewerkschaften, Rentner- und Konsumentenorganisationen wehren sich mit dem Referendum gegen den Entscheid des Parlaments, den Mindestumwandlungssatz in der zweiten Säule (BVG) bis 2015 schrittweise auf 6,4 Prozent zu senken. Statt rund 7000 Franken wie heute gäbe es dann pro 100 000 Franken Alterskapital nur noch 6400 Franken Rente.

Dies entspricht einer Rentensenkung von rund 10 Prozent. Die am Referendum beteiligten Organisationen sprechen in den Zusammenhang von «Rentenklau». Sie verlangen, dass die Renten auch in konjunkturell schwierigen Zeiten nicht auf Vorrat gekürzt werden. Die Ergebnisse der Pensionskassen müssten an der langfristigen Renditen ihrer Anlagen gemessen werden.

Bundesrat und Parlament begründen die Senkung des Umwandlungssatzes mit der stetig steigenden Lebenserwartung und den gleichzeitig sinkenden Renditen der Pensionskassen. Diesen geht es derzeit tatsächlich nicht rosig: Gemäss am Montag veröffentlichten Zahlen des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) weisen fast sechs von zehn Vorsorgeeinrichtungen der zweiten Säule eine Unterdeckung auf.

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