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Das Horror-Beben hat die Ärmsten getroffen: Millionen Haitianer sind obdachlos. Schätzungen gehen von mehreren zehntausend Todesopfern aus. Genaue Zahlen sind aus dem Chaos keine zu erfahren. Trotz der unklaren Nachrichtenlage: Den Schweizern geht die Katastrophe ans Herz. Sie wollen Helfen.
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Erdbeben konnte die Glückskette schon über 350000 Franken an Spenden für Haiti verbuchen. «Das ist erstaunlich viel», sagt Priska Spörri von der Glückskette gegenüber Blick.ch. Bis am Donnerstagmittag waren es bereits 615000 Franken. Und am 21. Januar fürht die Glückskette einen nationalen Sammeltag durch.
Langfristige Hilfe
Mit den Spenden sollen langfristige Projekte unterstützt werden: «Wir sammeln für Soforthilfe und vor allem für den Wiederaufbau.» Die Glückskette gibt die Spenden wie immer an Partnerhilfswerke weiter, die vor Ort tätig sind.
Das langfristige Engagement ist auch das Ziel des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) «Wir haben ein Büro in Haiti und sind seit Jahren in dem Land tätig. Unsere Leute konnten deshalb bereits mit der Hilfe für die vom Erdbeben betroffenen Menschen beginnen», sagte SKH-Chef Toni Frisch.
Schweizer Helfer vor Ort
Inzwischen sind weitere 18 Schweizer Helfer in Haiti. Sie werden sich um medizinische Versorgung und mit Notunterkünfte kümmern.
Frisch bedauerte, dass das 70-köpfige SKH-Rettungsteam nicht nach Haiti losgeschickt werden konnte. Dies, weil es keine Gewähr gab, dass die Helfer spätestens 48 Stunden nach dem Erdbeben hätten vor Ort sein können. Denn der Flughafen von Port-au-Prince konnte nicht angeflogen werden. Das Rettungsteam hätte über die Dominikanische Republik reisen müssen.
Zurzeit stellt das SKH in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Roten Kreuz eine Lieferung von Hilfsgütern in Höhe von 800000 Franken bereit. Diese soll morgen Freitag in das Erdbebengebiet geschickt werden. (SDA/zum)
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SKH-Chef Toni Frisch: «Es wird mehrere Jahre dauern, bis sich Haiti von dem schweren Erdbeben erholt haben wird.» (Keystone)