Zumindest temporär An'Nur-Moschee darf in Winterthur bleiben

WINTERTHUR - Die An'Nur-Moschee muss ihre Räumlichkeiten im Winterthurer Stadtteil Hegi vorerst nicht aufgeben. Der Kulturverein An'Nur und die Vermieterin haben sich vor der Schlichtungsbehörde geeinigt.

Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur am 2. November 2016. play
Polizei-Razzia in der An'Nur-Moschee in Winterthur am 2. November 2016. WALTER BIERI

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Das Bezirksgericht Winterthur bestätigte am Mittwoch auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht von Radio Top. Die Parteien hätten eine letzte Erstreckung des Mietverhältnisses vereinbart, heisst es von Seiten des Bezirksgerichts.

Dabei handelt es sich bereits um die zweite Erstreckung, nachdem die Vermieterin, eine kleine Immobilienfirma, den Vertrag vor drei Jahren auslaufen liess. Die Dauer der neuen Mieterstreckung gibt das Gericht nicht bekannt. Im Verhältnis zur ersten sei sie aber relativ kurz.

Die Moschee geriet mehrmals in Zusammenhang mit jugendlichen Dschihad-Reisenden in die Schlagzeilen. Am 2. November führte die Polizei eine Razzia durch und verhaftete unter anderem einen Imam.

Er soll in seiner Predigt vom 21. Oktober zur Tötung jener Muslime aufgerufen haben, die sich nicht an die Gebetszeiten halten. Der Mann sitzt nach wie vor in Untersuchungshaft, wie die Zürcher Oberstaatsanwaltschaft am Mittwoch auf Anfrage mitteilte. Der Imam sitzt als Einziger von den Verhafteten noch im Gefängnis. Zwei Personen wurden kurz nach der Razzia wieder freigelassen, die dritte - ein Vorstandsmitglied der Moschee - Anfang Dezember. (SDA)

Publiziert am 11.01.2017 | Aktualisiert am 11.01.2017
Atef Sahnoun, bisher Präsident von An'Nur, wirft das Handtuch. Valeriano Di Domenico

An’Nur ohne Präsident

Seit Monaten steht die An’Nur-Moschee in der Kritik. Mehrere Jugendliche, die dort verkehrten, gingen nach Syrien und schlossen sich der Terrortruppe Islamischer Staat an. Jetzt wirft Präsident Atef Sahnoun, das Handtuch: «Genug ist genug», sagte er gestern dem «Tages-Anzeiger». «Ich kann nicht mehr.» Immer wieder hatte Sahnoun versucht, seine Moschee zu verteidigen und in ein besseres Licht zu rücken. Zuletzt trat er in der Sendung «Schawinski» auf, gab aber ein schlechtes Bild ab. Seit dem TV-Termin, so Sahnoun, werde auch sein nicht ordnungsgemäss registriertes Unternehmen angegriffen. Er müsse weitere Angriffe auf die Firma verhindern. «Sie ist mein Leben.»

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12 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 12.01.2017
    Erstaunlich, wie lange unsere Justiz das Katz- und Mausspiel mit dieser fragwürdigen AnNur-Moschee mitmacht! Praktisch, den Ball einfach der Vermieterin zu überlassen, und sich damit der Verantwortung zu entziehen...
  • Paul  Entlebucher 11.01.2017
    Die Verbindung zu islamistisch-terroristischen Gruppierungen ist augenscheinlich und es wäre deshalb an der Zeit, diese antidemokratische "Moschee" zu schliessen. Wann endlich wird der Verfassungsschutz aktiv?
  • Ivan  Cimesa 11.01.2017
    Armutszeugnis par excellence... Geld regiert die Welt und nicht die Vernunft...
  • Christian  Laveri aus Freiburg
    11.01.2017
    Habe ich nicht im Traum was anderes erwartet und hätte locker ein Monatsgehalt drauf verwettet. Es ist auch viel wichtiger in der CH dass man Rockkonzerte verbietet, als radikal islamistische Institutionen.
    • Heiri  Schatzkiste 11.01.2017
      Der Laveri wieder. Nein, solange Institutionen sich an geltende Gesetze halten, gibt es keinen Grund, sie zu verbieten. Wir sind hierzulande noch nicht im Dauer-Ausnahmezustand wie Frankreich, die alles machen dürfen unter dem Deckmantel von Terrorbekämpfung. Und nennen Sie das Neonazi-Geheule bitte nicht "Rock".
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      11.01.2017
      @Schatzkiste, dann ist es für Sie also OK, wenn dort zur Tötung von Muslimen aufgerufen wird?
      Diese Institutionen halten sich absolut nicht an die Gesetze. Genau dort werden die Leute gegen die Christen aufgehetzt.
      Aber eigentlich egal was Sie meinen, denn wer nicht unter richtigem Namen schreiben kann, ist sowieso nicht ernst zu nehmen...
    • Sonja  Zwicker 12.01.2017
      @H.Schatzkiste, wenn es zu den "geltenden Gesetzen" gehört, dass ein in der Schweiz nicht zugelassener Imam zur Ermordung jener Muslime aufrufen darf, die nicht zum gemeinschaftlichen Gebet in die Moschee kommen, oder «Fehlbare» von den übrigen Gläubigen denunziert werden sollen, dann ist es an der Zeit, unsere Gesetze schleunigst abzuschaffen!
  • Walter  Krebs 11.01.2017
    Auf der ganzen Welt wütet die IS-Tötungsmaschinerie, nur unsere Regierung will das nicht wahrhaben. Das die Moscheen von Ölscheichs bezahlt werden, konnte man den mutigeren Medien entnehmen. Könnte es sein, dass sich schon bereits viele Strippenzieher/Drahtzieher bei uns in politisch einflussreichen Stellen eingenistet haben? Wenn ja, könnte das der Grund der Verharmlosung sein.
    W. Krebs, Bern