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Regierungsrat Ernst Stocker präsentierte die Studien an einer Medienkonferenz. (Archiv)
(Keystone)ZÜRICH - Bis ins Jahr 2030 werden 50 Prozent der Arbeitnehmenden Zuwanderer sein. Dies zeigen zwei Studien, die der Kanton in Auftrag gegeben hat.
Es gibt kaum eine freie Wohnung in der Stadt. Und wenn, dann ist sie viel zu teuer. Zwei Studien, die der Kanton Zürich in Auftrag gegeben hat, bestätigen nun: «Die hochqualifizierten Zuwanderer treiben die Preise in die Höhe.»
Was einen Wohnungssuchenden zur Verzweiflung treibt, sieht die Studie jedoch als Vorteil. «Schweizer profitieren als Eigentümer von den steigenden Preisen stärker als die neuen Zuwanderer.» Schliesslich seien die Zuwanderer diejenigen, welche die gestiegenen Preise auch zahlen.
Weiter kommen die Studien zum Schluss, dass ein «gewisser Verdrängungseffekt» bei Neubauwohnungen stattfindet. Neuzuwanderer verdrängen dabei jedoch nicht die Schweizer, sondern andere hier wohnhafte Ausländer. Ausserdem hätten Einwanderungsgruppen häufig keinen Zugang zu Genossenschaftswohnungen.
Zuwanderer werden angeworben
Weiter wurde untersucht, warum so viele Zuzüger den Kanton Zürich aufsuchen. Das Ergebnis ist wenig überraschend: «70 Prozent der Zuzüger kommen wegen einer Erwerbstätigkeit nach Zürich.» Dabei handle es sich vor allem um hochqualifizierte Fachkräfte.
Bei der Arbeitsmigration nehmen die Zürcher Unternehmen jedoch eine aktive Rolle ein. 41 Prozent der erwerbstätigen Zuziehenden suchen gar nicht aktiv nach einer Arbeit im Kanton Zürich, sondern werden aufgrund von Fachkräftemangel angeworben.
Heute sind 31 Prozent der Erwerbstätigen ausländischer Herkunft – im Jahr 2030 dürfte es laut den Studien jeder zweite sein. (woz)
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