
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
play
W-Lan im ÖV: In Basel möglich, in Zürich nicht.
(Keystone)Seit elf Tagen können die Passagiere in den Baselbieter Tango-Trams das neue gratis W-Lan-Angebot der Baselland Transport AG (BLT) nutzen. Einzig eine einmalige SMS-Registrierungsgebühr von 50 Rappen fällt an. Das Angebot mit dem Namen «BLT Freenet» ist äusserst beliebt: Bis heute haben sich bereits 4956 Personen eingeloggt. «Das ist vollkommen über unseren Erwartungen. Offenbar besteht ein riesiges Kundenbedürfnis», sagt BLT-Direktor Andreas Büttiker. «Vor allem auch Passagiere, die einen iPod ohne Mobilfunkverbindung haben, freuen sich.»
Basel macht es also vor. Doch wäre das nicht auch eine Idee für Zürcher Trams? «Nein, das ist bei uns kein Thema», sagt VBZ-Sprecher Andreas Uhl zu «Blick am Abend». «Das 3G-Netz ist mega schnell, da ist W-Lan nicht nötig.» Es existiere in Zürich kein Bedürfnis nach W-Lan in Trams, meint Uhl.
Zudem habe eine Tramfahrt in der Stadt Zürich im Schnitt eine Länge von 1,5 Kilometern. «Da klappt niemand seinen Laptop auf und lädt Daten herunter. Das wäre sehr ungewöhnlich.» Auch um Apps auf das Handy herunterzuladen, sei die Dauer einer Tramfahrt zu kurz.
«Dafür gibt es genug alternative Orte. Das kann man ja zu Hause, an der Uni oder in der Firma machen», sagt Uhl. Bereits 2004 habe man W-Lan im ÖV getestet: Damals untersuchten die ETH Zürich, die VBZ und Sunrise während drei Monaten, wie W-Lan im ETH-Pendlerbus zwischen der ETH Zentrum und der ETH Hönggerberg genutzt wurde. Uhl: «Den meisten wurde dabei schlecht.»
Kommentare (4)