ZÜRICH - ZH - Ein Blick am Abend-Bericht rief die Behörden auf den Plan. Nun darf Ismail Ertekin seine Pizza mit Spinnen-Gift nicht mehr verkaufen.
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Stammkundinnen Lana und Francesca testeten die Gift-Pizza.
(Andrea Schmits)
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Die Pizza mit Gift kostete gleich viel wie ohne.
(Andrea Schmits)«Das ist doch paradox. Konservierungsmittel sind beispielsweise viel schädlicher als meine Giftpizzen», regt sich Pizza-Bäcker Ismail Ertekin auf. Der verrückte Pizzaiolo bot letzte Woche Pizzen mit Skorpion-, Schlangen- und Spinnengift an.
Nach einem Bericht von Blick am Abend nahm die städtische Lebensmittelkontrolle die Giftpizzen genauer unter die Lupe. Das Ergebnis: Ertekin musste die Giftpizzen sofort aus dem Angebot streichen.
Bei den Giftpräparaten handelt es sich um homöopathische Arzneimittel. Das Problem: «Arzneimittel sind keine Lebensmittel und sind auch nicht als Zutat auf einem Lebensmittel erlaubt», sagt Ferdinand W. Uehli, Leiter Gesundheitsschutz.
Ausserdem sei die Werbung irreführend. «Pizza mit erlesenem Gift» heisst es auf der Karte. «Das ist eine Täuschung. Die verwendeten Präparate enthalten praktisch kein Gift», sagt Uehli.
Ismail Ertekin ist verärgert über die Behörden. «Das Gift sollte einen symbolischen Charakter haben», so Ertekin. Ausserdem sei die Pizza bei den Kunden gut angekommen. «Besonders beliebt war die Giftpizza bei Personen mit Spinnen- oder Schlangenphobie. Sie versuchten damit ihre Angst abzubauen.» (woz)
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