Zürich hat eine Schützenkönigin: Milena (17) zeigts den Knaben

ZÜRICH - Erst zum fünften Mal gewinnt ein Mädchen das Knabenschiessen. Die Milena Brennwald (17) behielt trotz Druck die Nerven.

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Quintus D. (29) hat sein Velo zurück Jetzt fährt er nackt durch Zürich
2 Wegen Fehlschlags angeklagt Zürcher Obergericht spricht Golfspieler frei
3 Das sagt Red Bull zum Flugshow-Unfall Ein Missverständnis führte zum...

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
36 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

Noch nie hat die Gymnasiastin aus Neftenbach zuvor geschossen. «Trotzdem habe ich mir vorgenommen, 35 Punkte zu erzielen», sagt Milena Brennwald. Tatsächlich erreicht sie am Samstagmorgen die Maximalpunktzahl.

Eine Stunde später gelingt dies auch Elektroniker-Lehrling Simon Luder (16)  – der Ausstich muss entscheiden. Beide Kandidaten sind heute früh entspannt, «mein Vater ist fast nervöser als ich», scherzt Luder.

«Einfach der Hammer»

Beim Wettkampf flackern die Nerven dann doch etwas, der Stadtzürcher beginnt mit einem Dreier. Brennwald bleibt ruhig. Und holt sich schliesslich die Siegermedaille und 5000 Franken Preisgeld. «Ein cooles Gefühl, einfach der Hammer», freut sich die neue Schützenkönigin.

Brennwald ist erst das fünfte Mädchen, das den Traditionsanlass gewinnt. Sie habe den Druck seit Samstag Vormittag ständig gespürt. «Mir haben so viele Leute Glück gewünscht, dass ich das Handy irgendwann abstellen musste.»

«Liess mich nicht verrückt machen»

Auch im Schiessstand habe sie die vielen gespannten Zuschauer im Rücken gespürt. «Aber davon liess ich mich zum Glück nicht verrückt machen.»

Zu den ersten Gratulanten zählt Regine Aeppli. «Ich bin stolz auf Sie, das haben Sie super gemacht», lobt die Regierungsrätin (SP). Auch die Familie beglückwünscht Milena. Dann verschwindet sie in der Meute von Journalisten. Wie sie heute feiern will, wollen die wissen. «Das weiss ich noch nicht, ich geniesse erst einmal den Moment. Und schaue dann spontan weiter.»

Publiziert am 15.09.2014 | Aktualisiert am 15.09.2014
teilen
teilen
36 shares
6 Kommentare
Fehler
Melden

6 Kommentare
  • Philipp  Baumgartner 15.09.2014
    Dieses den "Knaben gezeigt" Gerede ist total überflüssig. Uns nervts und gegenüber den Frauen ist es auch doof, als wären sie schlechter und als wäre es ein Wunder wenn sie mal besser sind.
  • Michael  Weiersmüller aus Niederhasli
    15.09.2014
    Herzliche Gratulation der Siegerin.
    Was mich einfach immer wieder nervt, ist das Heraufbeschwören eines Geschlechterkampfes, wenn ein Mädchen gewonnen hat. Letztes Jahr hats auch nirgendwo geheissen, dass es die Knaben den Mädchen gezeigt haben o.Ä..
  • Thomas  K. aus Hausen
    15.09.2014
    Ich gönne der Siegerin diesen Erfolg von Herzen auch wenn ein Beigeschmack da ist. Das traditionelle Knabenschiessen ist eben keines mehr. Warum können die weiblichen Menschen nicht eigene Traditionen betreiben?
    • alexander  geser aus oberengstringen
      15.09.2014
      Es ist schon noch ein traditionelles Schiessen Herr Killer. Aber im einen haben Sie schon recht: Man müsste den Namen Knabenschiessen ersetzen durch Jugendschiessen, dann sind die Mädchen eben auch integriert. Vielleicht überlegen sich die Organisatoren diese Aenderung des Namens noch. Schön ist, dass wieder ein Mädchen gewonnen hat. Milena hat Nerven gezeigt und verdient gewonnen.
    • Hugo  Ehrismann 15.09.2014
      Dann fühlten sie sich diskriminiert Herr Killer - so ist das heutzutags in der Schweiz . Es gibt nichts mehr das Männer dürfen ohne das es auch die Frauen dürfen .
    • Susanne  Reich 15.09.2014
      Ja und nein. Wenn Sie weiter zurückblicken, in eine Zeit, in welcher Frauen noch nicht gleichberechtigt waren, war vieles ein Anlass nur für Männer - in der heutigen Zeit in einigen Ländern immer noch so - an welchem Frauen nichts zu suchen hatten. Echte Bräuche haben sich die Frauen so nie wirklich aufbauen können. Wäre jedoch eine Idee und wenns nur ein Kegelclub ist, gibts doch sicherlich bereits jetzt. Wobei ich bemerken muss, dass es doch am lustigsten ist, wenn ein Anlass für alle ist.