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Er ist 16 Jahre jung, FCZ–Stürmer–Talent, bereits Mitglied der U17–Nati. Und er möchte Schweizer werden. Der junge Kroate Josip Drmic ist in Bäch SZ geboren und aufgewachsen, spricht
tadelloses Schweizerdeutsch.
Trotzdem: Den Einbürgerungstest der Gemeinde Freienbach SZ bestand er nicht, fiel jetzt sogar schon zum zweiten Mal durch.
Den Schwyzern passte nicht, dass sich der Jungfussballer meistens in Zürich aufhält. Die Gemeinde schrieb Josip nach der Befragung einen Brief, behauptete, er sei zu sehr «nach Zürich orientiert» und seine Leistung sei «höchstens mittelmässig».
Damit ist der Traum, für die Schweizer Fussball–Nationalmannschaft Tore zu schiessen, vorerst geplatzt. Er verpasste ohne Schweizer Pass bereits die U17-EM.
«Ich habe mich auf den Test vorbereitet», sagt Josip. Als er dann den Saal betrat, sei ihm bewusst geworden, wie wichtig die Prüfung für seine Karriere sei.
«Ich hatte sofort ein Blackout und wurde mega nervös», erklärte er der Zeitung «Obersee Nachrichten». «Da sassen zehn Leute um mich herum und befragten mich.»
So versagte denn das Fussballtalent bei den Einbürgerungsfragen, die sich mit seiner Schwyzer Wohngemeinde befassten. Wusste nicht, wie viele Einwohner die Gemeinde hat und wie die Nachbardörfer heissen.
«Der Test ist eine Farce», sagt Rechtsanwalt Adrian Bachmann. «Die Begründungen der Gemeinde sind fadenscheinig, unrichtig und willkürlich.»
Bachmann hat gegen den negativen Einbürgerungsbescheid Josip Drmics Beschwerde beim Departement des Innern des Kanton Schwyz eingereicht.
Freienbachs Gemeindepräsident Kurt Zurbuchen erklärt: «Er hat nicht bestanden. Wir können keine Ausnahme für ihn machen. Ausserdem hatte er erklärt, dass er sich meistens in Zürich aufhält und wegen dem Fussballtraining keine Zeit zum Lernen hat.»
Josip Drmic: «Ich fühle mich als Schweizer, bin hier geboren. Was soll ich denn nun machen?»