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«Die tun mir leid, so wie sie da in der Kälte frieren. Ich würde am liebsten alle mitnehmen», sagt Manfred K. (46), Stammfreier am Sihlquai.
30 Prostituierte stehen nachts in Netzstrümpfen, Daunenjacken und Wollmützen am Sihlquai, aber Geschäfte machen sie derzeit spärlich.
Bei minus fünf Grad gefährden die jungen Frauen, meist Zugewanderte aus Osteuropa, ihre Gesundheit. Den Freiern ist es zu kalt, um bezahlte Liebesdienste in Anspruch zu nehmen. Unterstützung und Beratung bekommen die Prostituierten vom Projekt «Floradora».
«Zurzeit ist mit einem heissen Tee oder Kaffee schon viel geholfen», sagt eine Streetworkerin. Manchmal tuts auch nur ein kleiner Schwatz zwischen zwei Einsätzen.
Keine teuren Puffs
Insgesamt ist aber bei der Strassenprostitution kein Einbruch zu erwarten. «Wegen der Wirtschaftskrise leisten sich die Freier keine teuren Bordelle mehr, sondern suchen ihre Befriedigung auf dem Strassenstrich», sagt eine Mitarbeiterin des Sozialdepartements der Stadt Zürich.
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Eine Prostituierte friert am Shilquai. (Blick)